Archiv der Kategorie 'Dit und Dat'

Etsy: Alle schönen Dinge der Welt

Vor ein paar Wochen stieß ich auf Etsy. Seither muss ich jeden Tag dort gucken und jeden zweiten Tag etwas kaufen, und musste mir bis zum Weihnachtsfest wirklich jede Stunde auf die Lippen beißen, um das Geheimnis meiner Inspiration für mich zu behalten.

Es gibt dort alle schönen Dinge der Welt. Tausend Sachen, die so schön sind, dass ich mich alleine daran erfreuen kann, sie zu betrachten. Dinge aus der ganzen Welt, die ich sofort besitzen möchte. Dinge, die nur eins gemeinsam haben: Sie sind handgemacht. Ach und noch eins: Bezahlbar. HolyShitShopping in günstig und unendlich, wenn man so will.

Seit zwei Jahren gibt es auch ein Deutsches Etsy: Dawanda, aber das ist -so gut es auch ist- nur eine 3 im Verleich zum Original.

Ich werde in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten keine Geschenkschwierigkeiten mehr bekommen. Danke, Etsy.

P.S. Bei 3sat schon im Februar. Damn.

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Now playing: Gui Boratto – Beautiful Life
via FoxyTunes

Bildunterschriften für Blinde

Richtig, die sind wenig sinnvoll. Trotzdem findet man immer wieder Bildunterschriften, die exakt die Information weitergeben, die man auch ohne sie schon vernommen hätte – mit der Betrachtung des Bildes.

Beispiel gefällig?

Swatze Mann

Swatze Mann

Was sehen wir hier? Einen nicht ganz weißen Mann mit einem strahlend weißen Hemd, einer Krawatte, einer Sonnenbrille, kurzen Haaren, und einem großen Ohr, der seinen Finger auf die Kamera richtet. Richtig? Und deswegen brauchen wir auch keine Bildunterschrift, die folgendes verrät:

King of Cool

Oder etwa doch? Puh, ehrlich.

Uwe Schütte, die perfide Sau

Wenn man wie ich aus Gründen, an die man sich heute nicht mehr errinern kann, ein Konto bei stayfriends.de hat, bekommt man ständig Mails von einem Oliver, der vermeldet, wer sich alles neuen dort angemeldet hat, und wen ich davon doch nicht alles tolles kennen solle.

Die Seite versucht seit Jahren verzweifelt, ein Geschäftsmodell durchzukriegen, bei dem man auf jeden Fall zahlen muss, wenn man die Seite wirklich nutzen will: Nimmt ein etwaiger alter Schulkamerad über die Seite Kontakt zu einem auf, muss man schon Goldmitglied sein, um die Nachricht zu lesen. Keine Ahnung, wieviele Leute so zum Mitglied gemacht werden, auf jeden Fall scheinen es nicht genug zu sein.

Die Nachrichten von Uwe sind freigeschaltet!

Uwe Schütte hat die Goldmitgliedschaft erworben.
Sie können nun bisher verschlossene Nachrichten in Ihrem Postfach öffnen. Schauen Sie doch gleich mal rein und nehmen Sie danach Kontakt mit Uwe auf.
Diese Nachrichten von Uwe Schütte können Sie nun lesen:
03.11.2008 um 21:14 Uhr
Ein Gruß für Sie

Ich behaupte jetzt hier einfach mal, dass ich nicht der einzige bin, der angeblich Uwe Schütte kennt, auf den in den letzten Mails hingewiesen wird. Man bekommt eine Mail mit einem verschwommenen Foto, auf dem man genau so wenig vom Gesicht erkennen kann, dass man es schon genauer wissen will. Aber das geht natürlich nur, wenn man Goldmitglied wird, und auch die anderen Fotos von Uwe anschauen kann.

Wenn das wirklich so ist, dann kündige ich natürlich noch dieses Wochenende mein Konto dort. Warum tue ich das eigentlich nicht sowieso längst? Die beiden einzigen alten, verschollenen Freunde, die ich lange gesucht und nie von alleine gefunden habe, die haben sich längst eingefunden… vor ein paar Monaten – ich war kurz Goldmitglied, um ihre Nachrichten lesen zu können…

Sei da, oder sei ein Quadrat!

Es war ein Ulk von uns, während der Schulzeit, die Weise („Be there or be square“) wörtlich zu übersetzen, weil es sich so ausdrücklich behämmert anhörte, dass es schön war.

Irgendwann schlichen sich im Laufe der Zeit immer mehr Begriffe aus der Englischen Sprache in unseren Sprachgebrauch ein, darüber wurde sich genug allenthalben aufgeregt, und schließlich fanden ganze Sätze Einzug in unseren Alltag (Kollegen verabschieden sich ernsthaft am Freitag mit „Have a nice weekend“ – „You too“; na, wenn Euer Leben dadurch schöner wird, sprecht doch wie ihr wollt).

Inzwischen sind wir leider viele Schritte weiter, und als wäre es eine beleidigte Reaktion auf die o.g. Gegenwehr, werden nunmehr Englische Redewendungen einfach Wort für Wort übersetzt. Das ist nicht ganz neu, aber so langsam nimmt es Überhand. Eine Hinterfragung, ob sich eine wortwörtliche Übersetzung einer Redewendung nicht vielleicht vollkommen sprachverstümmelt anhört oder nicht, findet immer seltener statt. Viel schlimmer finde ich aber: Der Verzicht auf die Deutsche Redewendung und deren Ersatz durch den Einsatz anderer Deutscher Wörter führt sehr viel schneller zum Verlust des Deutschen Originals. Hatten wir es bisher mit einer Bereicherung der Alltagssprache zu tun, die man finden kann, wie man will, so befinden wir uns jetzt im Verdrängungswettbewerb.

Wie ich gerade darauf komme?
In der Sportschau wird seit einigen Monaten immer seltener „auf“ jemanden gepasst, sondern immer häufiger „für“ jemanden gespielt (so heißt es nicht mehr „Littbarski auf Strack – Tor“, sondern „Salihovic wunderschön für Ibisevic – Tor“). Überall hört man ständig, irgendwer sei über irgendwas „nicht amüsiert“ (Bundesjogi bspw. über die Äußerungen seines Kapitäns). Wieso heißt es denn nicht mehr „nicht begeistert“?. „Am Ende des Tages“ hieß früher mal „letztenendes“, und wieso sagen in letzter Zeit im Dummen-TV alle immer zu allem „Oh mein Gott“?
Ich ahne die Gründe, und das geht mir schon lange auf den Sack, doch ich war bisher nur zu träge, mich zu Wort zu melden. Neulich morgens habe ich aber in der FTD folgenden Satz gelesen: „Wenn man das große Bild betrachtet, wird Windows 7 kein großer Schritt sein“. Wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist, fragt man sich nun womöglich wirklich, von welchem Bild hier die Rede ist. Ich finde solche nicht-Übersetzungen so gruselig, dass ich kurz geneigt war, den Verfasser des Artikels darauf anzusprechen, nachdem sich meine Empörung gelegt hatte.

Ach, und etwas müde machte mich zuletzt der Kampf gegen die Deppenleerzeichen der Welt. „Fahr Stuhl“ war gestern, denn jetzt fahren die Deppen etwas neues auf: Deppenleerzeichen inklusive Deppengenitiv: Umzugs Unternehmen. Solche Dinge stehen inzwischen tatsächlich auf Firmen Wagen Firmenwagen. Ist denn niemand da, der die Menschen darauf hinweist, dass sie sich der Lächerlichkeit preisgeben? Schlimmer noch: Grammatikalisch nicht sattelfeste Mitbürger der Orientierungslosigkeit preisgeben?!
Also ich vertraue auch in Zukunft lieber solchen Firmen, die sich zwei Minuten Zeit nehmen, um über die Beschriftung ihrer Fahr Zeuge Fahrzeuge nachzudenken. Mich wundert indes nichts mehr, und so warte ich nun entspannt und ruhig auf die maxima pena: Deppenleerzeichen inklusive Deppengenitiv plus Deppenapostroph: Reinigung’s Unternehmen der Welt, wo seid ihr?!

Neuer Lebensmittelpunkt

Nein, nicht Urban Outfitters, das in der Zwischenzeit eröffnet hat, sondern Zwergnase.

Und bevor es alles in Vergessenheit gerät, empfehle ich, oder besser wir, von ganzem Herzen:

Kriegt mehr Kinder!

Plattenflohmarkt in Brooklyn

Wie sinnvoll es ist, in einem Blog über Hamburg und Konsorten auf einen Flohmarkt in Brooklyn hinzuweisen, sei jetzt mal dahingestellt, ich tue es aber trotzdem,

Am 14. September, ergo nächstes Wochenende, verkaufen auf dem wöchentlichen Flohmarkt in Fort Greene, einem der tollen Viertel Brooklyns, eine ganze Reihe von tollen DJs ihre Scheiben (na, wohl nicht ihre raren Lieblingsteile).

Wer in der Nähe ist, gehe bitte dorthin: Esst lecker Zeug, begafft coole Typen, kauft schöne Sachen. Bringt mir was mit.

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Now playing: Jay-Z – Brooklyn’s Finest
via FoxyTunes :

Sehr neckisch, Herr Dahler!

Dahler & Company, olé

Dahler & Company, olé

Da lässt man sich doch sehr gerne in den erlauchten Kreis der Lizenznehmer aufnehmen!
Puh, die Kinder heißen sicher alle Karl-Friedrich und spielen Tennis am Rotherbaum, oder?

Damentoilette

Was hätte ich alles schreiben können in den letzten Wochen! Meine Güte, was nicht alles passiert ist!

Dass Forst das schönste Dorf Deutschlands ist, dass der Baumkronenpfad in Thüringen wirklich toll ist, dass Görlitz den stärksten Seemann umhaut und dass es an der Müritz doch am tollsten ist.

Dass es beim Hurricane total staubig war, dass Ben Folds auch im schwülen Grünspan rockte, dass ich die neue Friska Viljor sehr gerne mag und dass ich gemerkt habe, dass Jay-Z mit Reasonable Doubt 1996 soweit vorne war, dass es immer noch ein bißchen vorne ist.

Dass ich weiß, warum Deutschland gegen Spanien verloren hat, dass dass dass ich die allertollste Kickermannschaft aller Zeiten aufgestellt habe und dass die 11 Freunde zur neuen Liga oberknorke ist und vor allen Dingen, dass mich China langweilt und vor allen Dingen Berichte über China mich langweilen, dass Obama bei mir bisher keine Manie augelöst hat (kann ich ganz allgemein alle Neuigkeiten abbestellen zu diesen Themen?).

Und dass ich Doctor’s Diary gerne schaue (ups), und ich KDD aufgegessen habe, und auch immer Dr. Psycho gucke.

Ach, und hab ich schon erzählt, dass ich jedes verdammte Mal flennen muss, wenn diese Telekom-Werbung im Fernsehen kommt, die mit dem dicklichen Mann bei EnglandsuchtdenSuperstar, obwohl ich es schon hundertmal gesehen hatte, bevor diese theatralische Werbung kam?

Ich erzähle von all diesen Dingen nicht und erkläre die Sommerpause hiermit offiziell für beendet. Guess who’s back.

Nokia ain’t no Seelenverwandter

Ich weiß gar nicht, was ich schlimmer finde: Die Tatsache, dass Nokia sich in seiner neuen Kampagne einfach über die korrekte Schreibweise des Wortes soulmates hinwegsetzt (wahrscheinlich wieder wegen der besseren Lesbarkeit – pffft) , oder über das, was man auf der dazugehörigen Internetseite zu sehen und hören bekommt.

Soul Mates statt soulmates

For the first time in forever: Marketing isn’t cool. Excess isn’t cool.

Gäbe es noch das Foxytunes Plugin, könnte man hier nun “Sell Out” von den Chicks on Speed hören.

Schweizer Premium Lassi

Das ultimative 5 Sterne deluxe Sortiment an Lassisorten gibt es im Ökosupermarkt Ecke Friedensallee/Friesenweg in Ottensen und oder Bahrenfeld:

Lassi I like dem loads

Einer leckerer wie der andere!

Gäbe es noch das Foxytunes Plugin, könnte man hier nun “We like” von La Boum hören.

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