Archiv der Kategorie 'Mein Paris'

So ist Paris (und so ist das Leben)

Großneumarkt 14. August 08

14. August 08

Gestern abend gab es “So ist Paris” im Passage- Kino in der Mönckebergstraße.

Der Film ist ganz hübsch. Von den Episoden sind einige recht überflüssig (was soll das mit Kamerun?), und einen wirklichen Zusammenhang lässt der Film auch nicht aufkommen, aber was soll’s: Immer wenn’s langweilig wird, kann man überlegen, in welcher Ecke von Paris sich der Film gerade tummelt, welche Metro war das gerade, von wo sieht man den Tour Montparnasse da links und den Eiffelturm da rechts (Bastille? Auf jeden Fall 11. oder?)?

Passage-Kino

Plakat bei uns und in echt

Die Musik ist hübsch, die Bilder auch, und die Bäckersfrau, gemimt von Karin Viard, ist eine herrliche, und leider oder zum Glück keinesfalls überzeichnete typische hypokratische Pariser Schreckschraube. Hinzu kommt: Juliette Binoche hat mich noch nie so wenig genervt wie hier, ja ich möchte fast sagen, dass ich sie ganz herzerfrischend menschlich fand.

Alles in allem eine 3 oder 3+, die jedoch es für Parisliebhaber aber sicher auf eine 2- schafft.
Hier noch der Link zur schönen Homepage.

Paris, dernière

Das war’s endgültig.

Nix mehr mit Champs Elysées, Tour Eiffel, République, Saint-Lazare Pasquier, Croissants Beurres, Paul, Fleur, rue Daru, Parc Monceau, CDG und CDGVAL, Fnac, Allocine, RER, Metro, RATP, Vélolib, Invalides, MK2, Odeon, Lucernaire, des Buttes eceterá.

Paris, dernièreMerde, actually.

Hotel Astruc in Paris

Gut sicher, ich mein klar: Nicht jedes Hotel muss dem gleichem Anspruch entsprechen, aber dass ich ausgerechnet am Ende meiner Pariser Hoteltournee ins Astruc (zurück)kommen musste…

Das Hotel liegt in einer ruhigen Seitenstraße von der Rue de Courcelles im 17. Arrondissement, hieß früher Hotel Eber, und weiß außer durch die Nähe zum Büro nicht mit vielen Argumenten zu überzeugen: Die Fassade ist schlicht und könnte demnächst mal einen Eimer Farbe gebrauchen, die Zimmer sind schlicht und entsprechend der Fassade ebenfalls demnächst mal fällig. Der Flachbildschirm wirkt da schon etwas Fehl am Platz, finde ich:

Hotel Astruc    Hotel Astruc Bad    Hotel Astruc

Das Bad ist recht geräumig, ein Duschvorhang wäre mir aber lieber gewesen.

Das Frühstück, das ganz in Ordnung ist im Astruc, wird in der Eingangshalle serviert: So sitzt man dann zwischen Straße und Reception und fragt sich, wieso man hierher und nicht woanders gehen sollte beim nächsten Mal. Außer wie gesagt: Die Lage und die Tatsache, dass es im 17. für den Preis schwierig werden dürfte. Ich würde es im Zweifelsfall immer mit dem Courcelles Etoile versuchen, vielleicht kann man dort einen guten Tarif schießen, und die Welt ist in Ordnung.

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Now playing: The 1900s – Patron Saint of the Mediocre
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Hotel Courcelles-Etoile in Paris

Das Hotel Courcelles-Étoile liegt im oberen Teil der mit teuren Kinderboutiquen gesäumten Rue de Courcelles, direkt am Square Albert Besnard oder am Place de Maréchal Juin, jenachdem wen man fragt, wobei die meisten Menschen den chicen Platz im chicen 17. Arrondissement wohl nur als Pereire kennen.
Wenn man am Abend fein Essen gehen möchte, dann findet man am Pereire eine ganze Reihe mondäner Restaurants und Bistrots, die meißten mit eigenem Fahrerservice, aber auch zwei normalere Cafés, einen Monoprix und leckere Bäcker.

Das Haus besteht aus zwei Teilen, wie man auf dem Foto gut erkennen kann, von denen gerade der kleinere Teil renoviert wird. Der größere Teil hat die Umbaumaßnahmen schon hinter sich und verfügt so über moderne Zimmer, die offenbar den neuen Pariser Standard verkörpern:

hotel-courcelles-etoiles-zimmer.jpg hotel-courcelles-etoiles-ausen.jpg hotel-courcelles-etoiles-bad.jpg

Durch den Umbau muss man momentan durch einige baustellenähnliche Flure gehen, aber das ist sicher bald vorbei und hat den Komfort in dem Zimmer nicht eingeschränkt. Schon eher die Größe, die in diesem Fall eher als Kleine zu bezeichnen ist – neben dem Bett bleibt kaum Platz für ein paar morgendliche Liegestütz. Alle anderen Zimmer sind laut Feuerplan größer als das meine, aber auch noch teurer.

Das Frühstück im Hotel ist gut, aber ebenfalls viel zu teuer, wie ich finde (alles über zehn € finde ich hart, aber 16 € sind definitiv zu hart). Das alles scheint aber normal zu sein in diesem Hotel, das in einem feinen Viertel nahe des Arc de Triomphe und nahe des Kongresszentrums sicher trotzdem immer gut gefüllt sein wird.

Mein Fazit: Wenn man in der Ecke zu tun hat und oder nicht so sehr auf den Euro achten muss, ist das Hotel eine gute Wahl, sonst aber finde ich es schlicht etwas zu teuer: WLan kostet, der Fernseher lütt, das Frühstück überzogen teuer, das Zimmer sehr klein – das muss nicht so sein.

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Laufstrecken in Paris

Es ist nicht leicht, in Paris eine Strecke zu finden, auf der man seine alltägliche oder auch “Einmal im Leben in Paris Laufen” Runde drehen kann: Voll ist es eigentlich überall, der Verkehr ist überall dicht, und zusammenhängendes Grün gibt es verhältnismäßig wenig. Hinzu kommt, dass die öffentlichen Grünanlagen im Winter erst nach der Dämmerung öffnen, und im Sommer auch erst um 9h.

Da ist guter Rat teuer, und da ich nun schon so einige Ecken von Paris gesehen und belaufen habe, halte ich hier einmal meine Erfahrungen fest.

Parc Monceau: Biegt man morgens in den piekfeinen Parc Monceau ein, hindurch zwischen piekfeinen Häusern, Anwesen, Autos und Menschen, trifft man verlässlich auf viele Gleichgesinnte. Der Park ist wunderschön und weit und breit das einzige Grün, die einfache, flache Sandstrecke ist immer dementsprechend immer gut besucht. Sie ist leider etwas kurz, aber man kann ja auch mal durch Kreuz-und-Querlaufen für Abwechslung sorgen.

Parc Monceau

Marsfelder/ Eiffelturm: Läuft man auf den Marsfeldern gerade nicht in Richtung des Eiffelturms, möchte man am liebsten rückwärts laufen, um ihn ja nie aus den Augen zu verlieren. Einfach magisch, finde ich. Hier einmal zu laufen, gehört für mich zu den ganz besonderen Erlebnissen auf Reise. Die einfache, flache Strecke verläuft meist auf Sand, manchmal ist etwas Asphalt zu überqueren. Man sollte hier unbedingt morgens aufkreuzen, dann ist man noch recht allein. Die Runde kann nach Belieben verlängert und verkürzt werden, sein Ziel verliert man dabei nie aus den Augen.

Marsfelder, Eiffelturm

Invalidendom: In der Nähe des Eiffelturms gibt es mit dem Invalidendom ein weiteres zentrales Gebäude, das mit grünen Wegen und Alleen, die auf den Dom zulaufen, zum Darum-herum- Joggen einlädt.

Rund um den Invalidendom

Man ist abwechselnd auf den sandigen Alleen oder asphaltierten Bürgersteigen unterwegs – was man früh tun sollte, sonst ist der Berufsverkehrs in der Nähe des Seine-Ufers zu dicht.

Jardin du Luxembourg: Der Garten rund um das feudale Palais im 6. Arrondissement ist zum Glück ab dem Frühjahr schon früh morgens geöffnet. Hier kann man seine Runden jedes Mal anders verlaufen lassen, ist einem der hübsch begrünte Park zu klein, kann man auf der Allee unterhalb des Parks noch etwas verlängern. Auch hier läuft man völlig ebenerdig und zumeist auf hartem Sand. Etwas gemein ist die geringe Zahl an Eingängen zum Park, also nicht gleich verzagen.

Auf den Inseln in der Seine: Ich kann nur davon abraten, entlang der Seine zu laufen. Auch wenn die Aussicht auf atemberaubende Aussichten verlockend ist: Es geht nur über Bürgersteige, viele Ampeln, teilweise Kopfsteinpflaster etc. Vor allen Dingen am “Festland” läuft man immer direkt neben dem dichten Uferverkehr. Das stinkt gewaltig und ist nicht wirlich erholsam. Außer zu aller Herrgottsfrüh ist es hier sowieso definitiv immer viel zu voll.

Im Morgendunkel entlang der Seine

Viaduc des Arts: Auf dem alten Bahndamm von Bastille nach Vincennes entlang läuft es sich recht hübsch im 12. Arrondissement im Westen der Stadt. Der vordere Teil der Streck (von der Place de la Bastille aus gesehen) ist etwas nervig, weil es eindeutig zum Spazieren ausgelegt ist. Es gilt einige Blumentöpfe und andere Hindernisse zu umrunden! Je weiter man nach Osten kommt, desto besser wird es aber, und irgendwann wird daraus auch eine richtige Laufstrecke, auf der man theoretisch immer weiter laufen könnte – bis in den Wald von Vincennes. Aber man muss ja irgendwann kehrt machen und wieder nach Hause. Der Untergrund ist hier Asphalt oder neuerer Pflasterstein.

Canal Saint-Martin: Entlang des Kanals kann man fast unendlich weit laufen: In der Mitte liegt der Kanal offen, weiter unten läuft man auf dem Kanal unter Bäumen und oben kann man noch das Bassin de la Vilette umrunden, je nachdem wo man einsteigt, findet sich immer die richtige Länge. Die Strecke ist zwar (bis auf den unteren Teil) nicht sonderlich grün und auch nicht sehr abwechslungsreich, dafür aber besonders parisisch: Laufend muss man kleine Brücken über- oder unterqueren, man kann den Bürgersteig manchmal verlassen und direkt unten am Wasser entlang, mann muss unter der U-Bahn hindurch, und wenn man Glück hat, trifft man auf die Feuerwehr beim Morgenapell.

Gelaufen bin ich überall morgens gegen 7h.

Eine Übersicht über die Lage aller beschriebenen Strecken findet sich hier bei Google maps.

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Now playing: Supergrass – Run
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Hotel Ares Eiffel in Paris

Schließlich muss man auch mal Glück haben: Das Hotel Ares ist mir irgendwobei untergekommen und wurde mir auf der Website als nagelneu renoviert angekündigt. Da ich noch nie im 15. Arrondissement übernachtet hatte, griff ich zu, auch wenn der Preis für eine Nacht um genau drei Euro über unserem Spesensatz lag. Erstmal war ich angenehm überrascht von der Ecke, die sie da gleich südlich der Marsfelder auftut, da wo die Metro auf mächtigen Stahlstelzen fährt. Einen Supermarkt und drei, vier Bistrots wie hier sollte man immer in der Nähe haben, eine Metrostation am besten dazu (trifft in Paris im Grunde immer zu). Dann noch eine Gelegenheit zu Laufen: Perfekt. Und diese hier ist eine der besten in ganz Paris, schließlich geht es durch die Grünanlagen unterhalb des Eifelturms, immer mit Blick auf die imposante Militärschule.

Zum Hotel: Selbiges empfing mich mit einem Eimer Farbe und dem Geruch voranschreitender Renovierungsarbeiten. Wie ich jetzt weiß, hat das Haus im September eröffnet, nachdem die Räume des ehemaligen Hotels älterer Klasse allesamt komplett überarbeitet worden waren. Die Ankündigung auf der Website, das Haus sei gerade runderneuert worden, ist ja inzwischen zu einem beliebigen Standardsatz geworden, aber hier stimmte es nun wirklich einmal. Seit der Wiedereröffnung werden die anderen Räumlichkeiten nachgezogen, so befindet sich bspw. aktuell die Rezeption nicht an ihrem endgültigen Platz, aber das störte nicht, vor allem nicht, weil die Rezeptionistin äußerst charmant war.

hotel-ares.jpg hotel-ares-zimmer.jpg hotel-ares-bad-mit-telefon.jpg

Der Flur ist schön, der Fahrstuhl geräumig, aber vor allem das kleine Zimmer ist der Hit: Die Wände sind mit zarten Stofftapeten ausgestattet, und über dem großen Bett hängen Samtstoffe an der Wand, eingefasst in einen wuchtigen Rahmen. Der Boden ist mit dunkelbraunem Holz ausgelegt, an der Wand hängt ein großer, eleganter, flacher Bang&Olufsen Fernseher (mit dem man auch ins Internet kann), es gibt zwei Telefone (eins im Bad – aha), und der drahtlose Zugang ins Internet ist kostenlos und dick.

 

Und auch das Bad ist wirklich wunderbar: Geräumig, hell, mit einer Badewanne, einer chicen Waschkonsole und angenehmer Kachelage. Die Dusche kann so einiges mit ihrem riesigen Kopf, und einen Fön gibt es auch. Die Handtücher riesig und flauschig – eigentlich alles wie man es mag. Nicht eigentlich, sondern wirklich.

Das Frühstück konnte ebenfalls überzeugen, wenn es auch mit Ausnahme eines kleinen Stück Emmentalers rein süß gestaltet ist. Aber am wichtigsten ist doch immer, dass das Croissant frisch und lecker, und die Brötchen knackig und warm sind. Oder nicht?

Könnte ich, würde ich sicher noch einmal hierher kommen. Wenn man nicht in einer coolen Ecke von Paris wohnen muss, sondern in einer schönen, und wenn man das Geld dafür hat, dann spreche ich ihm hiermit eine dicke Empfehlung aus: Hotel Ares. Großartig.

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Now playing: Pixies – Alec Eiffel
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Hotel Mayet, Paris

Im Drei-Arrondissement-Eck Duroc liegt das Hotel Mayet, in dem ich dieses Mal genächtigt habe. Das kleine Haus liegt in der gleichnamigen Straße gerade noch im 6. Arrondissement in der Nähe von Montparnasse und Invalides. Das angrenzende 7. Arrondissement erscheint mir immer wie ein riesiges Freilichtmuseum für klassizistische Monumentalbauten: Egal wohin man schaut erhebt sich ein beeindruckendes Gebäude, bietet eine von großzügiger Hand geplante Allee eine klare Flucht und ungewohnte Perspektiven, aber es ist hier unten am Rand zum 15. alles eine Spur zu sauber und ruhig für mich. Es ist eine von diesen Ecken, die ich mir nicht zu oft antun kann in Paris, sonst erdrückt es mich in erstarrtem Reichtum und klassischer Ordnung.

Der Empfang des Hotels ist hübsch und nett (trifft zu sowohl auf Ausstattung als auch Personal), das Zimmer, das ich hatte, war klein, aber ok. Die Wände sind in dunklem Rot gehalten, man kann aber im angenehm festen Bett gut schlafen. Das Bad ist auch ok (nur Dusche), aber wirklich sehr klein.

Hotel Mayet, Fassade Hotel Mayet, Empfang Hotel Mayet, Zimmer

Das Frühstück findet wie beinahe immer im Gewölbe im Souterrain statt, zur Abwechslung aber mal an einer langen Tafel für alle Gäste. Wer’s mag…ich fand’s ganz putzig. Die Auswahl der Frühstücksgaben war überschaubar: Nix salziges, kein Müsli, aber immerhin leckere Brötchen.

Tja, also: Es gibt viele Hotels dieser Art, und ich habe bessere gesehen. Hier ist alles ordentlich und gefällig, aber auch alles etwas klein und bescheiden. Die Ecke, in der es liegt, ist sehr ruhig; vielleicht gefällt das dem ein oder anderen aber auch gerade deshalb.

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Now playing: Paris – Streetlights
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Heizpilze

In Deutschland gibt es ja gerade diese Debatte, ob Heizpilze, die ja gerade wie, äh, naja, aus dem Boden schießen, der Umwelt zu Liebe verboten werden. Die Debatte in Ehren, aber was hier alleine Paris von den Dingern rumsteht, da können wir eh keinen guten Beitrag mehr leisten.

Die spinnen, die Gallier.

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Now playing: Superpitcher – Mushroom
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Hotel Standard in Paris

Endlich mal wieder ein neues Hotel in Paris!

Es trägt den total bescheuerten Namen “Standard Hotel” und schimpft sich Designhotel. Naja, egal. Das Ding ist: Ich habe nichts auszusetzen und kann nur sagen: So mag ich das. Das Zimmer ist klein, aber schön. Das Bett ist ausgezeichnet, das Bad sauber und groß genug. Es gibt kostenloses WLAN auf dem Zimmer, das Frühstück ist ordentlich – Standard halt.

Das gesamte Hotel ist in schwarz-weiß gehalten: Weiße Wände, schwarzer Teppichboden, schwarze Tagesdecke auf dem weißen Bett etc. Das muss nicht jedem gefallen, aber es nervt auch nicht. Nur die lichtdichten Vorhänge knallen orange rein, und das tut gut.

Standard Hotel Paris, Zimmer Standard Hotel Paris, Fassade Hotel Standard Frühstück

Das Hotel liegt spitze: Mitten im 11. Arrondissement, umzingelt von Bars und Restaurants, alles voll mit jungen Leuten. An der Haltestelle Bastille hält so ziemlich alles, was halten kann (außer der stinkigen RER), und zu Fuß kann man eigentlich auch alles mögliche erkunden.

Natürlich gibt es wieder so ein paar Sachen, bei denen ich mich frage, mensch Leute: Selbst mal ausprobiert? Eine würfelförmige Seife sieht vielleicht gut aus, aber den Zweck einer Seife zu erfüllen, macht sie sich damit zugleich unendlich schwer. Und ein chicer eingelassener Kleiderschrank, der zu klein ist für ein Sakko… also echt.

Aber darüber schaue ich gerne hinweg. Der Preis ist gesalzen, aber artgerecht – und wenn man ein gutes Angebot erwischt, ist das Haus absolut empfehlenswert.

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Now playing: Death Cab for Cutie – Brothers On a Hotel Bed
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Hotel Monceau-Elysées

Das einzig gute an diesem Laden ist die Tatsache, dass ich nur fünf Minuten zu Fuß ins Büro brauche.

Ansonsten habe ich hier leider nichts gutes zu berichten: Mein Zimmer ist im Erdgeschoss (habe ich noch nie erlebt), die Tür befindet sich neben dem Fahrstuhl. Sind die verrückt? Ab ca. 6.30h heute morgen gab es einen nicht aufhörenden Geräuschewald aus Reinigungsaktivitäten, ankommenden Lieferungen, Telefonaten und was weiß ich nicht sonst noch.

“Mein” Innenhof

Das Frühstück ist sehr bescheiden, alles nur abgepackt, kein Aufschnitt, der Kaffee so lala. Vor allem läuft dabei laut Radio, zu Lesen gibt es nur den Figaro, und das Geklapper und Geplapper der Angestellten ist so aufdringlich, dass man gleich wieder Ausreiß nehmen möchte (das habe ich auch getan und den immer irre heißen Café au lait mit aufs Zimmer genommen).

Das alles ist schade, aber symptomatisch für Paris: Die Rue de Courcelles ist mit beeindruckenden, schönen Gebäuden gesät, gepflastert mit chicen Boutiquen und auffallend vielen Kinderläden. Der Parc Monceau ist nah, der Triumphbogen ebenso. Aber all das bedeutet für die Hotels einer machbaren Preiskategorie: Finger weg. Ist die Gegend feudabel, ist es unmöglich, in Paris ein gutes und bezahlbares Hotel zu finden.

Ich werde in Zukunft auf jeden Fall wieder andere Ecken beehren und lieber morgens ein bißchen Metro- oder Busfahrt auf mich nehmen.

Bleibt der Trost, mittels des kostenlosen WLANs Barometer hören zu können, den vermutlich besten Radiosender der Welt.

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Now playing: Fountains of Wayne – Hotel Majestic
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