Der Trainer geht also am Ende der Saison.
Es ist traurig für den Verein, dass es so ist, bedauerlich für die ganze Stadt; aber es ist gut, dass es so lief, wie es lief: Ich kann mich kaum an eine geschmeidigere Auflösung eines Arbeitsverhältnisses von einem Bundesligatrainer erinnern. Hoffmann, der alte Schleimbolzen hätte zwar nicht gleich von zehn Jahren reden müssen, die er noch mit dem Huub zusammenarbeiten wollte, aber sei’s drum: Das haben sie ordentlich eingefädelt.
Jegliche Fragen, ob nun das Trainer- Mannschafts- Verhältnis unter der Entscheidung leiden werde, halte ich für hirnloses Reportergedresche, im Gegenteil: Ich erwarte, dass diese Mannschaft noch stärker den Erfolg suchen wird als bisher, und ich freue mich umso mehr auf die kommenden Aufgaben, die für die Rothosen immerhin noch in drei Wettbewerben anstehen.
Ich freue mich, dass Steven hier war, hier ist: Er hat unseren Verein aus der Erstarrung befreit und der Mannschaft das Siegen wieder beigebracht. Er hat sie unabhängig gemacht von einem einzigen Spieler, woran ich mich aber immer erinnern werde, ist etwas anderes: Die Art und Weise, wie er sich im Hickhack um den Kapitän verhalten hat. Wie er seinen Beitrag geleistet hat, dass Rafa vdV hier erhobenen Hauptes weiterspielen konnte: Er hielt sich zurück, so lange es angebracht war und stellte sich mit erboster Stirn den Journalisten, als er es für angebracht hielt. Das hat mich nachhaltig beeindruckt, seither ist mir Stevens nicht gleichgültig, sondern ich stehe zu ihm. Auf ihn. Und dass, obwohl er Holländer ist.
Danke, Huub. Ich hoffe, wer immer übernimmt, führt die Arbeit fort mit dieser wohltuenden Mischung aus Klarheit, Wahrheit und Konsequenz, die dazu geführt hat, dass ich mich mehr mit dem Verein identifiziere als je zuvor.
Aber bis dahin ist noch etwas Zeit. Und noch tanzen wir auf drei Hochzeiten…
Nur der HSV
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