Shout Out Louds im Knust

Was ist los mit den Schweden?
Erst machen sie am Samstag die Dänen kalt, und dann legen sie am Sonntag ein astreines Konzert auf die, tja, Bühne. Das Knust war auf jeden Fall trotz des undankbaren Termins knallevoll, und die Stimmung hätte nicht besser sein können.
Doch zunächst zur Vorgruppe, ich habe da ja eine Vorliebe entwickelt. Dieses Mal war es, wie auch beim letzten Shout Out Loud Auftritt im Knust (bei dem ich nicht war) die Band Nervous Nellie, ebenfalls aus Stockholm. Klar: Bärte, enge Jeans und Chucks, Schwedenstandard. Ja, und irgendwie auch Schwedenstandard: Nette Typen + Gute Mucke. So Pop/Rock, der leider nicht im Radio läuft. Wiederhole ich mich eigentlich bei meiner Musikbeschreibung? Ich kann musikalische Einordnungen nicht so gut leiden, weder die „hört sich an wie Cake und Might be Giants und Spoon“ noch die „mit abstrakt-minimalistischen Deep-Garage-Post-Rock Anklängen“ Variante. Warum? Weil ich selbst achtzehntausend Platten habe, aber einfach keine Ahnung, was Postrock ist. Und weil ich vielleicht Cake toll finde, aber Might be Giants doof (was nicht stimmt).
Wie auch immer. Nach kurzer Pause kamen die Shout Out Louds. Ich freue mich immer, wenn eine Band so engagiert und voller Emotion zur Sache geht wie sie.

Shout Out Louds rocken das Knust

Zum dritten Lied „Please, please, please“ ging es dann auch richtig ab, und während die Leute hüpften und sprangen und fleißig mitsangen fragte ich mich ungefähr zum tausendsten Mal: Wo ist in Hamburg die Disco, in der man zu dieser Musik ausrasten kann? Grüner Jäger? Molotow? Ja, mag ich ja auch. Aber ich meine richtig große Säle, ich meine tausende kreischender Leute. Ich meine massenweise Vollgas. Ich meine Strokes, Prodigy, Beastie Boys, Shout Out Louds, ich meine neue Lieder hören und weiter tanzen. Gibt’s nicht? Gibt’s wohl: Razzmatazz.

Es haben schon viele Leute befunden, dass es eine kräftige Ähnlichkeit insbesondere des Sängers der Shout Out Louds zu The Cure gibt, und je länger der Abend dauerte, desto deutlicher wurde das. In diesem Sinne war es gut, dass die Zeit schnell verging (ich mag ja The Cure, aber das ist halt eine andere Band). Wenn es nach den anderen Leuten gegangen wäre, wäre sie auch noch ein drittes Mal zur Zugabe auf die Bühne gekommen, aber nach meinem Befinden war’s gut so.

Ich war aber auch müde, alter Schwede.

Advertisements

0 Responses to “Shout Out Louds im Knust”



  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 8 Followern an

RSS Follow Luke

  • merry christmas Samstag, 24. Dezember 2016
    the festive season of the year has come and once again we are updating you with some headlines from the past months. what has happened in the meantime? august: while summer was still strong and the heat was blazing – what better way is there than to celebrate summer with a convertible? lukas old love […]
    lukasra

%d Bloggern gefällt das: