June et Jim, Chat Noir

Gerade berichtete ich doch von den Vorzügen der Rue Jean-Pierre Timbaud, und dann gleich heute abend: Zack! Volltreffer.

Geh ich so die Straße entlang und kann mich nicht entscheiden, wohin mit mir. Komme ich so am Chat Noir vorbei und sehe, dass es heute abend ein Konzert geben würde „June et Jim“, natürlich nie gehört, aber vorher einen Salat mit warmem Schafskäse, und dann: Warum nicht?

Also ging ich nach dem Verzehr in den Keller der netten Kneipe, genannt „La Cave“, und staunte nicht schlecht, als ich sah, dass der Raum mit schätzungsweise 20 Leuten besetzt und damit auch eigentlich ziemlich voll war. Vorne saß dann die Franzosenkombi, von der man immer träumt: Er, sympathischer Kauz und sie, Typ aparte Kunststudentin, um sich herum viel zu viele Instrumente geschart für zwei Musiker. June und Jim also.

June et Jim en direct Paris 09/11/07

In meiner Unfähigkeit, Musik zu beschreiben, sage ich mal, es ist eine Mischung aus Matthew Herbert und Yann Tiersen: Ruhig, verspielt, traurig, schräg, leise, überraschend. So. Und schließlich war es erst das zweite Mal dass ich (nach Matthew Herbert) so intensiv dieses Live- Sampling erlebt habe, bei der die Instrumente zu Beginn eines Liedes kurz angespielt werden, um dann vom Sampler durchzulaufen, und zum anderen war es das zweite Mal (nach Yann Tiersen), dass ich dieses Glockenspiel oder weiß der Kuckuck wie das heißt gesehen habe, das so aussieht wie ein Sekretär aus „Liebling ich habe die Kinder geschrumpft“. Und schließlich kann er, genau wie Matthew Herbert und Yann Tiersen, nicht so toll singen und holt sich daher Verstärkung in ansehnlicher weiblicher Form. Nicht doof und sehr charmant.

Irgendwann wurde auch noch ein Stück auf Spanisch gespielt, und es kam heraus, dass sie dicke Spanienverbindungen haben, insbesondere nach Barcelona, weswegen sie dort demnächst auch spielen werden. War irgendwie klar.

Also ich finde, die beiden ruhigen Mulittalente wären auch mal was für uns. About Songs oder Live in the Living vielleicht. Man weiß ja nie.

Und ich finde, dieses Leben, in dem man unverhofft in solche Dinge tapert, wenn man nur die Augen offenhält und auch mal ja sagt, wenn man nein fühlt, das ist schon ein gutes Ding.

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  • summer in germany Sonntag, 8. Oktober 2017
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