Die Stimmen des Flusses von Jaume Cabré

Ich hatte ein wenig Angst vor dem Wälzer – nicht weil er einer ist, sondern weil Kristine Westermann den Klappentext gab. Indes: Meine Zweifel wurden nach und nach und nach und nach in den Wind gepustet, und je länger ich las, desto erfreuter war ich. Der Roman entführt einen tief in die Katalanische Seele. Eine Zeitreise mit vielen Stationen von der Nachkriegszeit über die 50er, 60er, 80er Jahre bis ins neue Jahrtausend. Ein ausgesprochen leicht lesbares Buch, das mich -zugegeben- auch auf Grund seiner Katalanität ansprach und immer wieder zum Schmunzeln brachte, das aber vor allen Dingen im Laufe der Geschichte eine Erzählweise an den Tag legt, die mich am Ende fast umhaute. Es ist wahre Sprachkunst, in der Jaume Cabré hier vorgeht. Nicht so sehr ist es die Schönheit der Sprache -im Gegenteil, die ist manchmal sogar recht profan- sondern die Technik, die einen in ihren Bann zieht. Sie entfaltet eine sehr eigene Schönheit, die es lohnt zu erleben.

Wer keine Angst vor vielen Seiten hat und Bock auf ein wenig Historie und ein wenig Schmalz und viel Spannung und viel Freude an der Literatur, der soll ruhig zugreifen. Lohnt sich, und geht schnell.

Ich bin übrigens nicht allein mit meiner Wahrnehmung.

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