Archive for the 'Mein TV' Category

Borgen – Gefährliche Seilschaften

Tipp: Auf arte läuft aktuell jeden Donnerstag die Dänische Fernsehserie „Gefährliche Seilschaften“ (Borgen). Wir haben bisher die Folgen eins bis drei gesehen und sind voll drauf: Spannend, gehaltvoll, temporeich, charmant, hübsch anzuschauen.

Wer West Wing mochte, wird froh sein, dass es das hier gibt.

Die tollsten Sachen des Jahres

Tollste Neuigkeit in Hamburg überhaupt: quaeng – endlich schreibt jemand über Hamburg. Informativ. Lustig. Schön.

Tollste Fernsehmomente: The Voice, kein Zweifel. Und sonst? Ich, tja, muss mich wiederholen: Unter Verdacht bleibt spitze. Und dann noch dieser Moment bei Cover my song mit Katja Ebstein und Joka. Keine Ahnung, wieso mich das rührt, tut es aber.

Tollste Lieder:

Das Überlied, ich weiß es ganz genau: Lord knows best – Dirty Beaches
Das schönste Lied, und ich weiß nicht recht wieso:  Forever young – Joakim
Das GuteLaunetanzbär- Lied das Jahres:  Lass den Vogel frei – Sirius Mo
Das Gutdasserwiederdaist- Lied des Jahres: Be the One – Moby
Das eigentlich wirklich geilste Lied meines Jahres, das aber das ältere Lied ist, das ich zum Glück endlich entdeckt habe: Nokturn – Freiwillige Selbstkontrolle

Tollstes mediales Gesamtetwas: Die große und großartige Minisite zum Album von Moby, ganze Nächte kann man dort verbringen…

Tollster Moment: „Es ist ein Mädchen. Sie ist kerngesund“.

The Voice

Ey, kneif mich mal einer. Was ist denn bei The Voice of Germany los?

So viel Qualität, so viel Humanität, so viel Unterhaltung. Ich bin nach der aktuellen Sendung mit den ersten „Battles“ selbst völlig fertig. Fast noch toller als die Auftritte ist die Tatsache, wie ehrlich die Juroren beeindruckt und überascht und überwältigt sind – genau wie wir. Sie sagen schon die ganze Zeit das, was man denkt zu den Kandidaten, und jetzt werden sie auch noch anfassbar:
Selbst Xavier steigt von seinem Ross und geht in die Knie. Und selbst Nena und Boss Hoss werden sympathisch wenn man sieht, dass sie Schiss haben vor den Leuten da auf der Bühne, weil sie wissen, dass die besser sind.

Wenn die das nicht total verkacken (was ich nicht glaube), wird das mein TV-Ereignis des Jahres, und am Ende kommt sogar endlich mal jemand bei raus, der einfach so derbe was auf dem Kasten hat, dass aus ihr/ ihm mal wirklich einfach nur was werden muss. Ist ja jetzt schon um fast jeden schade.

Wahnsinn. Morgen mehr, zum Glück.

ps: einzige Störfaktoren: Das Design der Show ist von denselben Leuten, die auch die Mediamarkt-Prollwerbung machen, oder? Und der Ansager soll mal Englisch lernen. Aber das ist auch sowas von egal, denn so viel gutes war selten.

Mad Men schnnnrrrcchhh

Geil: Endlich mal was tolles, das ich scheiße finde: Mad Men. Drei Folgen geguckt, bei jeder Folge eingeschlafen. Da ich schon einen Schreibtisch habe wie Don Draper, fällt mir kein Grund ein, weiterzugucken. Laaaangweilig.

Die tollsten Sachen des Jahres

Tollste neue Lebensunterstützung: Kommtessen – jetzt anmelden, falls noch nicht geschehen!

Tollste Neuigkeit in Hamburg überhaupt: 91,7 XFM– wir haben einen Radiosender. Und er wird nicht schlechter.

Tollstes Sportereignis des Jahrzehnts: Argentinien – Deutschland 0:4. Kann ich nicht genug drüber nachdenken, war das ein schöner Tag.

Tollste Fernsehmomente: Unser Star für Oslo, Druckfrisch, Unter Verdacht (waren gut, bleiben gut).

Tollste Serie ever: West Wing. Mai bis Dezember sieben Staffeln durchgeguckt. Seither verfolgen mich Josh und Charlie in meinen Träumen. Und tagsüber frage ich mich: Was macht CJ heute? Also wirklich, was sie wohl tut, wie es ihr geht. Ob ihre Kinder glücklich sind. Schlimm, die Zeit danach. Wenn die Liebe noch gar nicht zu Ende ist.

Tollste Lieder:
Das Überlied, ich weiß zwar nicht, wieso, ist aber so: Stranded – The Walkmen;
Das schönste Lied, und ich weiß auch wieso: Kon Tiki – Plants&Animals;
Das GuteLaunetanzbar- Lied das Jahres: Crying for Hollywood – James Yuill;
Oder vielleicht ist doch das hier das Überlied? Aquaeduct – Murder;
Das Boah, wer ist der Typ, haben wollen Lied des Jahres: Caribou – Jamelia

Tollstes Buch (nicht neu, aber endlich gelesen): The Death and Life of Great American Cities von Jane Jacobs. Wieso beherzigt es nicht jeder Mensch, der irgendwas mit Stadtentwicklung zu tun hat, wieso?

Tollster Moment: Unsere Tochter erkennt etwas in einem Buch und sagt freudestrahlend „Papi hat auch einen Pattenpieler“. Keine Wünsche mehr.

Black Puty von Wiesenhof

Vier Minuten.

Vier Minuten lang stand mir der Mund offen, nachdem der Werbespot von Black Puty erstmals über meinen Bildschirm geflimmert war. In diesen vier Minuten setzte mein Hirn aus, Regungen verhakten sich ineinander, Emotionen lieferten sich eine Keilerei, das Stammhirm bezweifelte, ob all das mühsam in den Jahren meines Lebens erlernte unnötig gewesen sei. Es herrschte Stillstand und Verzweiflung, shock and awe. Ich hätte noch nicht einmal mitbekommen, wenn in dem Moment der HSV mit einem 4:3 in Bremen Deutscher Meister geworden wäre. Mein Leben zog an mir vorbei.

black puty

War es echt? Ist es eine Verarschung? Oder hat dafür etwa jemand Geld bekommen? War jemand am Prozess beteiligt, der schon die Grundschule hinter sich gebracht hat? Durfte ein Praktikant in seiner zweiten Woche einen ganzen Spot machen? Der Spot sah bei der Abnahme ganz anders aus: Jemand ist gefeuert worden und hat als letzte listige Rache an seinem Arbeitgeber Millionen in diesen Schrott versenkt, ohne dass es jemand mitbekommen hat? Es ist ein technischer Fehler? Black Puty auf Black Betty zu reimen, ist das Ergebnis einer verlorenen Wette des Chefs von Wiesenhof mit seiner Frau? Black Betty nachsingen zu lassen anstatt das Original zu nehmen hat etwas mit dem Etat zu tun, der schon für die Erstellung der aufwendigen eigenen Homepage draufging (auf der man den ganzen Spot bewundern darf – aber Achtung: Schnaps bereitstellen)? Die Darsteller wurden unter starke Drogen gesetzt, um das Gefühl zu vergessen zu machen, eine Wurst anzuschmachten, könnte ihre Karriere ruinieren? Ist es eine geheime Message von Obama an den Russischen Ex-Premier? Hat Hape Kerkeling nach Möbel Höffner einen neuen Werbevertrag und tanzt jetzt als Putenwurst durch Berliner Hochhauswohnungen? NEIN??

Verantwortlich sind nicht nur die Leute von Wiesenhof, sondern auch von der Agentur KD&P. WuV sagt: „Mit der Farbe schwarz will Wiesenhof ein hochwertiges und edles Image transportieren, das sich auch im Geschmack wiederfinden soll. Laut Unternehmen ist das Verpackungsdesign „ein absolutes Novum im Kühlregal“.
Bill Hicks sagt: „Is anyone of you in Marketing? Kill yourself!“
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Now playing: Blur – Advert
via FoxyTunes

The West Wing

Ein Virus hat uns heimgesucht. Der Virus heißt The West Wing.

Ich wusste gar nichts über die Serie, als eine Freundin uns vor unserem letzten Urlaub die erste Staffel in die Hand drückte. Noch nichtmal hatte ich mitbekommen, dass das vor fünf Jahren schnell gescheiterte Kanzleramt eine Anlehnung hieran war. Außer der ausdrücklichen Empfehlung und dem Hinweis unserer Freundin Achtung, macht sehr schnell sehr süchtig gingen wir zu Werke. Also legten wir unbedarft los, doch schon nach der ersten Folge fragten wir uns begeistert: Hoppla, was war das denn? Man wird so brutal in die Geschichte reingestoßen, dass es glatt drei Folgen dauert, bis man auch nur halbwegs verstanden hat, wer hier wer ist, und um was es eigentlich die ganze Zeit geht (wie die Politik im Oval Office gemacht wird), bis heute helfen mir die Untertitel, immerhin 80% zu verstehen, mehr definitv nicht, aber man merkt sofort: das ist gut, wirklich richtig gut.

Wieso ist es so gut? The West Wing ist reichhaltig, sehr schnell, man ist beschäftigt, es ist schlau, die Rollen sind aberwitzig schlau, ohne einem dabei auf die Nerven zu gehen, es ist witzig, richtig witzig, es ist spannend, es ist nur gaanz selten kurz romantisch, aber auch das kommt vor, die Schauspieler sind großartig, es ist ganz unamerikanisch-wenig-pathetisch, es ist zeitlos (am Anfang wunderte ich mich zwar über die etwas überholten Klamotten der Figuren, merkte aber ansonsten nicht, dass das Produkt schon zehn Jahre auf dem Buckel hat), und es ist lehrreich. Lehrreich, was die Funktionsweise von Politik angeht (wir sind jetzt mitten in Staffel zwei, und erstaunlicherweise tauchte noch nicht ein einziger Minister für irgendwas auf, sondern andauernd beraten die Angestellten des Präsidenten), lehrreich, was den Umgang von mächtigen Menschen untereinander angeht, lehrreich, was Führung und Zusammenarbeit angeht, lehrreich, was Macht mit Menschen anrichtet, lehrreich, was Verantwortung bedeuten kann, lehrreich, lehrreich, lehrreich.

Und C.J. ist die Größte!

Und es färbt ab: Ich habe schon zwei Mal Kollegen bei der Arbeit behandelt wie Leo immer mit Josh umgeht, ich habe mir aufgeschrieben, dass ich meinen Chef beraten muss und nicht darauf warten darf, dass er mich instruiert, ich habe neulich zwei Menschen getroffen, die aus dem West Wing gehüpft sind: Danny, der Reporter der Washington Post, und Sam Seaborn saßen mir gegenüber, und ich hätte sie fast mit Danny und Sam angesprochen.

Die Tatsache, dass wir noch fünfeinhalb Staffeln vor uns haben, macht mich ein wenig fertig. Aber dann freue ich mich auch, weil ich totales Vertrauen habe in Aaron Sorkin. Wieso wollte niemand den West Wing in Deutschland zeigen?

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Now playing: Why? – These Few Presidents
via FoxyTunes


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  • merry christmas Samstag, 24. Dezember 2016
    the festive season of the year has come and once again we are updating you with some headlines from the past months. what has happened in the meantime? august: while summer was still strong and the heat was blazing – what better way is there than to celebrate summer with a convertible? lukas old love […]
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