Posts Tagged 'Band of Horses'

Band of Horses im Knust

Schön, dass sie endlich da waren, die Band of Horses (ich empfehle deshalb einen Blick auf die Homepage, da die Bilder so schön wiedergeben, wie die Musik ist). Schließlich gehörte ihr aktuelles Album Cease to begin für mich zu den besten des letzten Jahres. Ich war gespannt zu sehen, ob die Bärte inzwischen bis zum Boden reichen würden (tun sie nicht), und ob die Stimmung auf melancholisch-energisch gebracht werden konnte trotz der Vielzahl ruhiger Lieder im Repertoir (konnte sie), aber bevor es das zu erfahren gab, wurden erst noch zwei weitere Auftritte im ausverkauften Knust dargeboten:

Taylor Ramsey, seinzeichens vollstbärtiges Mitglied der Band of Horses, macht den Auftakt, von dem ich leider nur das Ende mitbekam, eine schöne getragene Coverversion von All through the night von Cindy Lauper (ich hoffe, der Knust- DJ ließ sich nicht ernsthaft dadurch inspirieren, später I drove all night einzuspielen!). Schade, denn das was ich hörte, hörte sich gut an.

Anschließend betraten die Cave Singers aus Seattle die Bühne, und ich muss schon unverblümt sagen, dass ich das einfach total langweilig fand. Genau die Art amerikanischer Countryfolkrockmusik, die mich nicht schockt.

Band of Horses live im Knust

Gut, ging vorbei, und dann traten die Horses vor ihr ebenfalls überdurchschnittlich stark gesichtsbehaartes Publikum . Zu meiner Freude erweist sich die Stimme von Ben Bridwell live ebenso durchdringend und klar wie auf den Alben, und der Sound ist erfreulich frisch. Finde zumindest ich, aber nicht Ben Bridwell, und so fängt ziemlich schnell ein ziemlich nerviges Gehüner um die Monitorboxen an. Das kann einem schonmal die Stimmung vermiesen. Es ging so gerade noch einmal gut bei mir, und bei No One’s Gonna Love You war ich wieder versöhnt.

Ich glaube, dass die Stimme von Bridwell deswegen noch viel eindringlicher und offener klingt als erwartet, weil man aus dem Jesusbart viel eher eine rauhe, knarzige Stimme erwarten würde, und aus diesem Holzfällertypen dann so ein Vokalstrahl herauskommt, direkt und rein, dass er damit Gläser putzen könnte.

Schöne Randerscheinungen übrigens: Die Konzertkarten kosteten keine 18€, die CDs zum Konzert wurden für 10€ angeboten, und seit dem 1. März wird offenbar auch im Knust das Rauchverbot ernstgenommen. Schön, dass solche Bands in Hamburg beim ersten Mal die Bude voll kriegen. Insgesamt gibt es von mir mangels Charme der Band und auf Grund der etwas divenhaften Boxenarie eine 2. Bei der Musik ist da noch Platz nach oben. Aber auch nicht viel.

—————-
Now playing: Band of Horses – No One’s Gonna Love You
via FoxyTunes

Neues Jahr, neue Konzerte

Ich habe die freie Zeit genutzt, um mal wieder in Ruhe den unübersichtlichen Hamburger Konzertankündigungsmarkt zu durchpflügen (bis einschl. März). Das Ergebnis meiner Suche findet sich auf der Konzertseite. Wie immer habe ich sicher etwas übersehen oder vergessen und kenne noch nicht alles, aber was alles kommt, hat es in sich.

Zwei Bands seien hier schon einmal ausdrücklich vorab erwähnt: Stars und Band of Horses, zwei Gruppen, die erfolgreich ohne Artikel auskommen und so wunderbare Musik machen, dass es mir die Tränen in die Augen treibt. Beide haben jüngst ein neues Album veröffentlicht und kommen endlich wieder zu einem (richtigen) Konzert in die Stadt. Die Vorfreude ist riesig, sicher nicht nur bei mir, also los: Karten sichern!

Leider kommt es in diesem Zusammenhang auch zu einer unschönen Konzertkollision: Am zweiten März spielen sowohl Jens Lekman als auch die fantastischen, großartigen Band of Horses (interessanterweise weist das Kartenhaus den Kanadier unter Deutschrock aus, na da muss man schon mit viel Fantasie suchen, um darauf zu stoßen).

P.S. Mit den Wombats und den Figurines kommen außerdem zwei engagierte Bands vorbei, die sich langsam eine Wohnung in Hamburg suchen sollten, so häufig treten sie hier auf. Ob sich das (für uns) lohnt? Und was zum Geier ist dieses Ding zwischen Deutschland und den Queens of the Stone Age, dass ihr Konzert in 2008 schon wieder ausverkauft ist?

—————-
Now playing: Aldo Vanucci – When I See You Smile (Tim Love Lee Mix)
via FoxyTunes

Die beste Musik des Jahres

So, ich hab’s versucht: Meine Listen der besten Alben und Lieder des Jahres.

Eine Reihenfolge innerhalb der jeweils fünf Nennungen gibt es nicht, wobei ich doch ganz klar sagen muss: Friska Viljors Debutalbum Bravo! hat mein Jahr musikalisch dermaßen geprägt, wie es ganz selten eines erreicht. Das fing an mit dem Konzert im Februar, ging immer und immer wieder weiter mit der Platte, die wir alle so oft gehört haben, dass einem normalerweise schlecht werden müsste und uns die Songs aus allen Hälsen kommen müssten – kamen sie aber nicht. Es ging weiter mit noch zwei Malen, die ich die Band live gesehen habe dieses Jahr, einem ganz besonderen Moment und wat nicht all. Auf der Platte gibt es kein schlechtes Lied, und die Wahl als eines der besten Lieder hätte genau so auf zwei, drei andere von der Scheibe fallen können. Also doch: Könige aller Disziplinen:

Friska Viljor wie sie leiben und leben

Schönere Fotos bei DevilDuck Records

Alben

Friska Viljor – Bravo!
Arcade Fire: Neon Bible
Band of Horses: Cease to begin
Of Montral: Hissing Fauna, are you the destroyer?
Okkervil River: The stage names

Lieder

Friska Viljor: Friskashuffle
Manic Street Preachers: Your love alone is not enough
Arcade Fire: No cars go
Mogwai: Time and a half
Electric Soft Parade: Life in the backseat

Es gibt so viele andere Lieder, die dieses Jahr erschienen sind, die besonders gut, schön, warm, hart, abgefahren und rührend sind. Nicht für alles ist hier Platz, aber für vieles.

—————-
Now playing: Friska Viljor – Friskashuffle
via FoxyTunes


Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 8 Followern an

RSS Follow Luke

  • merry christmas Samstag, 24. Dezember 2016
    the festive season of the year has come and once again we are updating you with some headlines from the past months. what has happened in the meantime? august: while summer was still strong and the heat was blazing – what better way is there than to celebrate summer with a convertible? lukas old love […]
    lukasra