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Ben Folds im Docks

Neulich. Souverän schön und gut. Und lang.

Ben Folds in einem Solo-Moment

Ich glaube, ich brauche jetzt trotzdem mal eine Pause von Ben Folds. Ist ja jedes Jahr hier, und seine neuen Lieder werden nicht besser als die alten es schon waren. Die Spinnerei ist einzigartig sympathisch, und die Action, die er alleine oder mit seinen drei Mannen auf der Bühne erzeugt, schwer nachzuahmen. Aber trotzdem war ich nicht mehr so euphorisch wie sonst immer. Wobei ich schon geweint habe, als Still Fighting It anfing. Lag vielleicht auch an etwas anderem neben mir.

Einzigartig finde ich auch die Mischung beim Konzert: Da treibt sich von der coolen Musikwurst über den megauncoolen Spacko bis zur Bijou Brigitte Tussi wirklich jeder rum. Wahrscheinlich auch eine Erklärung dafür, warum mir früher Pandora (gott hab es seelig) riet, ich solle doch auch mal Billy Joel hören, nur weil ich gesagt hatte, ich möge Ben Folds. Frechheit, ehrlich.

Vielleicht gehe ich auch nächstes Jahr wieder hin. Sicher sogar. Und dass ich Friska Viljor auslasse, passiert mir auch nicht wieder.

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Maximo Park im Docks (Mi)

Maximo Park im Docks 17.10.08

Rock and Roll!

Wenn ich mal einen Tag ein Rock’n’Roll Star sein dürfte, wäre ich wohl am liebsten John Smith. Ich würde wie er alles geben, was in mir steckt, springen, schreien, lachen, loben, tanzen, rumspacken und mir die Seele aus dem Leib singen.

Ich würde mein zweites Album musikalisch nicht richtig verstehen und vielleicht noch eine Version davon rausbringen, in der die Lieder nicht immer so komische Wendungen nehmen, die keiner kapiert, aber vielleicht auch nicht, denn wenn ich sehen könnte, wie die Leute abgehen und mitsingen und ausflippen vor Freude bei unseren Auftritten, dann würde ich vielleicht doch denken, dass alles richtig ist so wie es ist.

Und nach meinem Konzert würde ich mein Hemd ausziehen und mich fragen, wie ich das überleben soll: Noch ein einziges weiteres Konzert. Und dann würde es schwupps machen und ich wäre wieder ich, und ich wäre voller Ehrfurcht vor so viel Kraft.

Gar nicht, ein bisschen und fast ganz

Mitte Januar habe ich eine Liste der Konzerte zusammengestellt, die ich gerne bis Anfang März besuchen würde. Sie ist so lang, dass es mir selber unheimlich ist. Einiges davon lässt sich nicht realisieren, weil ich anderes vorhabe, nicht in Hamburg bin oder am Sonntagabend immer zwei Mal mehr Courage nötig ist, als an anderen Abenden. Schlappheit und Trägheit eben. Aber darüber hinaus ließ sich die heiße Zeit auch sonst schwieriger an als vermutet: Das erste Konzert sollte das der Wombats sein. Wombats Plakat Molotow

Eine Hand voll Lieder, zu beziehen bspw. via mySpace, und der unschlagbare Preis von vier Euro im Molotow waren Argument und Reiz genug. Das dachten dann allerdings auch noch viele, viele andere Menschen, so dass gleich ein ganzes Treppenhaus voller Leute den Rückzug antreten musste. Ich leider auch.

Einige Tage später dann ging es nun zum Auftritt von Siva im Grünen Jäger, wo die Band im Rahmen des monatlichen About Songs Abends spielte. Siva im Grünen Jäger

Da ich den Sänger bisher nur einmal akustisch und ohne Unterstützung der Band bei uns im Wohnzimmer gehört hatte, wollte ich mir das Konzert nicht entgehen lassen. Leider gab es am gleichen Abend das erste Heimspiel des HSV in der Rückrunde. Erwartungsgemäß gab es keinen Sieg, und leider hatte Siva zeitig angefangen zu spielen. Das begrüße ich normalerweise sehr, aber so konnte ich nur noch die letzten drei Songs mitnehmen, von denen mich der erste wiederum (Seven demons) vollends überzeugte und ich froh war, doch noch vorbei gekommen zu sein. Zu meiner Freude ist er auch auf dem kleinen, hübschen Toursampler drauf, den ich gekauft habe (Ich finde, das sollte man so häufig wie möglich tun: Zum Konzert gehen und die Platte kaufen – CD oder was auch immer).

Vorgestern gab es nun endlich das nächste Konzert, und zu diesem wollte ich zeitig erscheinen: Feiertag – Ben Folds spielte. Auf der Eintrittskarte stand „Beginn 19.30h“ (die übliche Samstagabend- Problematik im Docks), also war ich um viertel nach sieben da. Zu meiner großen Überraschung und Enttäuschung hatte die Vorgruppe zu dem Zeitpunkt schon gespielt. Nicht einen Ton habe ich mitbekommen von Eef Barzeley, also Clem Snide, und darüber könnte ich mich normalerweise richtig ärgern. Aber an diesem Abend sollte ich mich nicht ärgern, sondern ich schob meine Schwester und mich nach einem Getränk nach ganz vorne. Da, wo die kleinen Mädchen stehen und die Spacken, die jeden Text von jedem Lied auswendig können. Da ist immer Platz, und bei einem liebenswerten und virtuosen Typen wie Ben lohnt sich der Blick in die Tasten allemal. Für meinen Geschmack begann er etwas wortkarg, aber was soll’s – bei den Liedern! Er hat jetzt den Synthesizer entdeckt, aber er hat es vermieden, damit zu nerven. Und irgendwann, erst so gegen Mitte des Konzertes, brachen dann doch die Dämme. Wie er uns offenbarte, litt er unter einer kräftigen Erkältung, und erst jetzt traten die Drogen richtig zu. Spielfreude und Improvisation gehören zu den besten Argumenten für einen Konzertbesuch, und davon gab es nun schubweise. Um mich war es endgültig geschehen, als in die Begeisterung über die druckvolle Coverversion von Such Great Heights hinein das rührselige Solo von Fred Jones begann. Ben Folds im Docks, gerade solo

Ich schickte eine Träne auf Reisen, drückte meine Schwester an mich und war eins mit den Tönen von der und auf die Bühne. Bei Konzerten im Ausland fand ich es immer putzig, wie die Masse ge- und entschlossen mitgesungen hat, jetzt aber scheint sich das so langsam auch hier breit zu machen. Ich find’s gut, es ergibt sich sowieso nur bei den Konzerten, bei denen die Laune schon durch die Säle schwappt und sich niemand bei seinem intimen Genuss gestört fühlen dürfte. In diesem Sinne. Bitches can’t hang with the streets!


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  • summer in germany Sonntag, 8. Oktober 2017
    in june we went to germany to spent a substantial part of the summer with family and friends. lukas was off to an early start because he had work in wolfsburg. the weekend without my family lukas used for a short stint to mallorca where i visited mike and tatzi – what a great way […]
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