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Wir verputzen unsere Gegner!

Ich.Habe.Keine.Worte.

Wieso erst 538 Aufrufe? Das ist doch ein Must-See zur EM! Besser als jeder Seebrücken-Running-Gag!

Dänen, Meer, Küste, Räucherlachs. Jaaa, das erste und das letzte Gruppenspiel sind immer am wichtigsten, denn da fallen meist die Entscheidungen. Boah. Gedreht das ganze auf dem Innenhof vom NatoNetto-Hauptquartier. Die Stimme! Die Musi! Das Essen! Die Blumenkette! Das ganze! Der reine Wahnsinn.

Cheers, Tiff‘.

Spanien bei der EM: The thrill has gone

Ich weiß jetzt, was es ist.

Seit Beginn der EM in Polukraine frage ich mich, was mich stört am Spiel der Spanier. Wieso finde ich es nicht mehr geil? Wieso finde ich es nicht mehr uneingeschränkt endgeil – so wie noch vor zwei Jahren? Wieso fühlt es sich an wie eine megahübsche Freundin, auf die ich keinen Bock mehr habe, und der ich irgendwie bald mal sagen muss, dass es aus ist? Obwohl sie die immer noch die Gleiche ist, die gleiche Mucke hört wie ich, die hübschesten Klamotten trägt von allen, irre gut aussieht und ganz toll küsst. Warum finde ich es langweilig, den Roten bei ihrem ewigen Tikitaka zuzuschauen? I have the ball, I pass the ball. We have the ball, we pass the ball – jaaaaaaa.

Ich weiß jetzt, was es ist.

Warum sieht es auf einmal angeberisch aus, wenn sie den Ball nicht hergeben – und nicht mehr faszinierend wie zuvor, dass man ihn einfach nicht bekommt? Warum wirkt es besserwisserisch, wenn sie im Fünfer noch drei Mal hin und her passen statt draufzuballern, warum rümpfe ich die Nase, wenn im Mittelkreis Hackentricks den richtigen Mann finden oder Xavi sekundenlang auf dem Ball steht und erst dann passt, wenn auch garantiert eine geiler Pass möglich ist, und warum juble ich nicht mehr angesichts dieser vollkommenen Schönheit und Perfektion des Spiels?

Warum bin ich nicht mehr verliebt?

Ich weiß jetzt, was es ist: Es ist Kontrolle statt Zauber. Es ist Effizienz statt Festival. Es ist eine Sitzung bei der Arbeit statt Party. Es ist Ernst statt Spaß. Es ist Barça ohne Messi, es ist… langweilig.

Ja, und trotzdem habe ich Angst, dass sie Deutschland den Titel vermiesen, dass sie wieder gewinnen und sich die ganze Welt labt an ihrem nicht zu verbessernden Spiel. Trotzdem fürchte ich, dass sie wieder Europe’s Next Top Model werden, und nicht die cool Alte, der neulich in der Kneipe die Teller runtergefallen sind.
Man, ey.

Deutschland bei der EM, meine Meinung

Nach drei Wochen Urlaub weiß ich nicht recht, womit ich anfangen soll. Zun Erlebnissen später mehr, erstmal muss der aktuelle Druck in Sachen EM vom Kessel.

Ja, gegen Polen das war ziemlich gut. Kein Mörderwahnsinnsspiel, aber na gut. 2:0 klare Sache – so startet man gerne in ein so irre schweres Turnier. Ja, gegen Kroatien, das war richtig schlecht. In der zweiten Minute gab es so einen Ballverlust von Ballack, der nichts gutes ahnen ließ, und wie ich immer tiefer in mein Sofa sank, so sanken auch immer tiefer die Erwartungen, in diesem Spiel irgendwas zu reißen. Die alle schon bei der Viertelfinaleinzugsparty! Immerhin hat Ballack hinterher auch gesagt, dass einige wohl meinten, sie seien schon halb Europameister oder so. Noch besser wäre natürlich gewesen, wenn er sich mal schön selber genannt hätte. Irre schlecht hat er gespielt. Natürlich genau wie alle anderen, aber von ihm hätte doch das ein oder andere Gegenmittel verabreicht werden müssen.

Nun, ich sehe das ganze als ernüchternd an, aber nun auch nicht als kompletten Schiffbruch. Was die Bild sich erlaubt zu schreiben („Wie doll genau wackelt Löws Stuhl schon, blabla“), darauf kann man gar nicht eingehen, aber wie es nunmal ist, greifen es doch alle auf und labern sich die Münder wund. Schön zu sehen heute morgen auch beim DSF Doppelpass. Keiner wollte es thematisieren, was denn nun passieren würde, würde Deutschland ausscheiden, aber alle wollten was dazu sagen. Boah, ey, Fresse halten, abwarten. Den Mund zerreißen können wir uns dann gemeinsam hinterher. Mein Tipp 0:3, also im Sinne von ein Mal Lahm, ein Mal Poldi, ein Mal Ballack.

Schön war es übrigens auch, Herrn Köster von 11Freunde in der Elefantenrunde des Deutschen Fußballs zu erleben: Stets mit verknittertem Blick, wenn ein anderer geredet hat, immer schön aufmerksam. Sah aber auch immer so als, als wäre er total aufgeregt, ob und wann er wohl wieder was sagen dürfte. Wenn er das dann tat, tat er es mit erstaunlich fester Stimme, und Stuss war es auch nicht, eingegangen wurde darauf aber irgendwie trotzdem gar nicht. Da scheint so eine gewisse Hackordnung vorzuherrschen: Wenn der Latteck was sagt, wird entweder gelacht oder darauf eingegangen. Wenn einer was sagt, der neu ist in der Runde, fasst es höchstens Wonti nochmal zusammen und wendet sich dann an den nächsten. Wäre ja gelacht, wenn der Frischling gleich was zu melden hätte!

Ich darf nicht vergessen zu erwähnen, dass das zweite Tor der Holländer gegen Frankreich in seiner kompletten Entstehung und Abschluss irgendwie das schönste Tor ist, an das ich mich aktuell erinnern kann (also ohne Hilfe und ohne lange Grübeln). Ich bin überzeugt, dass der van Nistelrooy das so wollte mit seinem Pass, mit so viel Schwung konnte der Ball unmöglich für ihn selbst sein – wie sonst bei dieser Piroutte durchaus üblich. Wahnsinn, oder?


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  • first half of 2017 Montag, 24. Juli 2017
    the first half of 2017 has passed like a breeze and we have lots of memories to share. to start it off, sabine and wolf were visiting again for nicis and wolfs birthday end of february. and we went to shenandoah national park with them where we stayed in a cozy cabin. lukas has again […]
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