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Transfer mit Gänsehautfaktor: Jansen zum HSV

27.8.2008

27.8.2008

Was hat mich mein Sitznachbar vollgelabert am Samstag, wir sollten doch mal bitteschön den Jansen von den Bayern holen, der spiele doch eh nicht mehr dort, und so einer würde uns mal richtig gut zu Gesicht stehen. Den ganzen Nachhauseweg hat er mich und alle anderen in der S-Bahn vollgetextet: Und alle haben mit den Augen gerollt und gelächelt und gesagt: „Sicher, Digger, den kriegen wir bestimmt für 3,80€, und Uli Hoeneß bringt ihn persönlich zum ersten Training“.

Und jetzt hamsen geholt!

Immerhin erhärtet sich auch mein Verdacht, Timi Atouba sei bereits verkauft: Am Nationalspieler käme er wohl nicht so schnell vorbei. Obwohl: Der Jansen kann ja rechts wie links!

Mensch, Didi, wer hätte das gedacht?! Petric, Silva und Jansen: Was für eine geile Art und Weise, die Millionen von vdV unters Volk zu bringen.

1. Spieltag der Bundesliga: Bayern – HSV

15.08.08

15.08.08

Hallo Hallo: FC Bayern gegen HSV, gleich mal am ersten Spieltag zur Eröffnung. Soso.

Nach zehn Minuten war ich fast schon nassgeschwitzt, weil das so gut aussah, was der HSV da gemacht hat. Und dann träumt Boateng eine Sekunde lang, Zé, der alte Fuchs, taucht durch, und irgendwie landet der Ball beim Schweinsteiger (der natürlich als Bayernspieler niemals liebevoll Schweini genannt werden darf), der ihn ziemlich fest reinknallt. Kann man nicht meckern. Mehr schon über den Elfmeter, den es direkt danach gab, und der mich die folgenden zwanzig Minuten das fast surrealistische 2:0 im oberen linken Bildeck bestaunen ließ.

Merde.

Doch der HSV steckte keinesfalls auf und spielte zu meiner Freude so weiter als wo wie zuvor, was sich schlussendlich nach einer für uns günstigen Stocherei (von Herrn van Bommel putzig „der Ball karambolierte an der Außenlinie“ genannt) ergab, nachdem Troche schön auf den freien Paolo Guerrero flankte, der nur noch einzunicken brauchte.

In der zweiten Hälfte wiederholte sich das Schicksal des fragwürdigen Elfers, doch dieses Mal, oh Glück zugunsten des HSV. Troch macht ihn nicht gerade freudlos, aber eben doch sicher rein. Qualifizierte er sich damit gleich auch zum Spieler des Spiels? Die verbleibenden Spielminuten verbrachte ich damit, zu überlegen, welche Noten wohl meine immerhin vier Spieler aus der Startformation am Montag im Kicker bekämen. Ich fand sie alle janz jut, Minuspunkte dürfte es jedenfalls für die Herren Pitroipa, Olic, Reinhardt und Zé Roberto nicht gegeben haben.

Pitroipa lief tierisch fiel und beschäftigte so die Bayern reichlich. Gegen Ende baute er jedoch ab. Schade, dass das Foul gegen ihn nicht gesehen wurde, sonst hätte er für den fälligen zweiten Elfmeter noch einen Assist bekommen.
Den bekam auf jeden Fall schon mal Olic, der ebenfalls unermüdlich rannte – wie eigentlich alle beim HSV.
Reinhardt musste leider irgendwann verletzt runter, aber bis dahin spielte er genau das, was man von ihm will: solide.
Schließlich noch der Brasilianer auf Seiten der Bayern, der Zé, der so lange er auf dem Platz war, eine im wahrsten Sinne, gute Partie machte. Leider gelang auch ihm nichts entscheidendes, was ja bei immerhin zwei Toren für die doofen Bayern durchaus hätte sein können.

Nun, im Anschluss freute ich mich über den Mehmet, der den HSV gleich mal als Titelanwärter adelte, immerhin, denn wer in bei den Bayern und so… Ruhig bleiben. Ich muss jetzt erstmal die gegnerischen Mannschaften beim Kicker ausbaldovern.

Schmerzverzerrtes Trikotzerren

Es ist so armselig,  ich weiß gar nicht, womit die Armseligkeit genau anfängt, und ob das Huhn zuerst da war oder…:

Ribéry ist viel schneller und besser als sein Gegenspieler Benjamin Schwarz. Deshalb hilft der sich mit dem vermaledeiten Trikotgriff. Das macht den Franzosen sauer, weswegen er sich mit voller Wucht in den 60er wirft. Klares, unsportliches Foul, wenn man mich fragt. Ahndet aber der Schiri nicht, stattdessen trudelt der Ball ungeachtet ins Aus.

Durch den unfairen Einsatz des Franzhosen aufgebracht stößt Schwarz Ribéry energisch, aber irgendwie auch sanft zu Boden. „Immer diese Unbeherrschtheit“ höre ich den Reporter noch sagen. Na ja, also wenn man mich fragt, dann ist das hier die einzig verzeihliche Aktion gewesen, nicht aber das, was dann kommt, denn zur großen Überraschung des Zuschauers fällt der französische Kaiser nicht nur zu Boden (was nicht nötig gewesen wäre in Anbetracht des Schubsers von Schwarz), sondern er hält sich auch noch das schmerzverzerrte Gesicht, während er sich auf dem Boden krümmt. Das ist seltsam, denn vom Gesicht war Schwarz ungefähr so weit weg, wie ich zu Hause von der Glotze. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich das alles hasse!

Ich hasse Trikotziehen, ich verabscheue es einfach. Dass dieser unfairer Mist nach einer kurzen Phase des harten Durchgreifens wieder zugenommen hat und inzwischen als normaler Zweikampf akzeptiert wird, kann ich einfach nicht dulden. Das muss nicht so sein, und ganz ehrlich: Es ist auch woanders nicht so. In den Regeln steht: Gegner halten = Gelbe Karte. Ganz einfach.

Und dann die Showeinlage von Ribéry: Schlicht und ergreifend zum Kotzen. Und der Moderator auch noch ruft „Natürlich macht er das! Natürlich macht er das, um die Karte zu provozieren!“ Was heißt denn hier natürlich? Ich würde sagen, dass das theatralische Stürzen und sich auf dem Boden wälzen eines Erwachsenen nach einem harmlosen Schubser eine ausgesprochen unnatürliche Sache ist! Ribéry hat sich damit bei mir jedenfalls auf einen Schlag unbeliebt gemacht, genau wie weiland Rivaldo bei der WM in Japan, den ich bis dato fast schon abgöttisch verehrt hatte. Wer so geil die Murmel spielt wie Rivaldo oder Ribéry, der hat sich so ein erbärmliches, armseliges, unsportliches Verhalten gefälligst zu verkneifen. Dafür habe ich einfach nur Verachtung übrig (die mir natürlich noch ein bisschen leichter hochkommt, weil er bei den Bayern spielt).

Und dass der arrogante Penner („Wer mich am Trikot hält, kriegt einen Bodycheck, denn ich bin einfach besser“ – genau die Typen kenne ich auch von den Hallenturnieren hier in Hamburg: Sie denken, sie sind die, die das Spiel am besten drauf haben, weil sie sogar geschickt Elfer rausholen und so weiter, dabei sind sie für mich einfach nur die größten Säcke, die einem die Freude am Spiel nehmen, aber gut, ich bin ja schon ruhig) dann auch noch den Elfer reinlupft… boah, hatte ich eine Krawatte!

Ich spüre förmlich das Grinsen der mir bekannten Bayernfans, die genau das, genau das alles so geil finden an ihrem FC Bayern, dieses unerbittliche Sieger-Gen, dieses unmenschliche Verhalten bis über alle Grenzen, die wahrscheinlich auch noch immer Sympathie mit Marc van Bimmel und Bommel haben…

Bayerische Polarkälte macht Profis weich

„Es ist fast unmöglich, brasilianische Stars, die schon in Spanien oder Italien spielen, nach Deutschland zu locken. Es liegt nicht am FC Bayern, sondern am Land. In Italien und Spanien sind die Kultur, die Gewohnheiten, die Sprache und das Wetter ähnlich wie in Brasilien. Damit kann Bayern nicht konkurrieren.“

Du, Lucio, wenn Du nicht wegen der Fans, der sportlichen Perspektive, der Stadien, und der spannenden Liga in Deutschland spielen willst, sondern wegen der Kohle des Wetters in Spanien oder Italien – dann verzieh dich doch einfach.

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Now playing: Joe Jackson – Breaking Us In Two
via FoxyTunes


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