Posts Tagged 'Hamburg-Neustadt'

Charles Montgomery Burns trinkt immer Kaffee am Großneumarkt

Ich wartete lange auf die Gelegenheit, es festzuhalten:

Charles Montgomery Burns

Neulich am Großneumarkt

Charles Montgomery Burns

Neulich in Springfield

…aber endlich lief mir der äußerst scheue Herr Burns vor die Linse, seineszeichens skrupelloser, wohlhabender AKW-Betreiber.

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Hej Papa in der Poolstraße

Hach, wie schön.

Hej Papa erfreut uns seit Ende letzten Jahres mit seinem Antlitz in der Neustadt. Was für ein schöner Laden!

Hej Papa!

Von der Einrichtung bin ich ganz begeistert. Dass es ein Familienbetrieb ist, freut mich ebenfalls (Tochter und Vater stehen gemeinsam ihren Mann). Das Brot ist schmeggerlegger, das Pesto auch. Gegen Mittag wird es richtig voll, der Laden wird angenommen. Das freut mich, mein absolutes Highlight der zahlreichen Neueröffnungen.

Was ich mag: Es ist irgendwie mehr ein Öko als ein Bio-Laden, if you know what I’m sayin‘. Vielleicht ist der Unterschied unerheblich, aber ich fühlte mich wohl bei Leuten, die gerne tun, was sie tun anstatt zu tun, was die anderen Leute gerne haben wollen. Das muss ja nicht schlechter sein, das hier fühlt sich aber gleich beim ersten Besuch besser an. Gut, dass ich in den nächsten Tagen ein bisschen Zeit habe, um dort abzuhängen. Ich wünsche mir geöffnete Sonntage und geöffnete Feiertage und irgendwann natürlich geöffnete Abende. Weiß auch nicht, wann ich dann dahin gehen kann, wünsche ich mir aber trotzdem.

Wer das Café Johanna mag oder die Eiskantine, der wird das hier lieben.

Katana Sushi am Großneumarkt

War heute eher zufällig bei Katana, einem neuen Sushiladen am Großneumarkt. Der Laden ist seit Anfang Dezember dort, wo früher der leckere Bäcker war und dann kurz irgendein unsäglicher Mittagstisch.

Katana am Großneumarkt

Ich komme wieder: Herrlich frisch der Fisch, herrlich freundlich die Bedienung, herrlich günstig der Preis. Da sehe ich gerne über die gruselige Deko hinweg, für einen neuen Anstrich hat es wohl bei Einzug nicht gereicht.

Eiskantine in den Kohlhöfen

In der Neustadt tut sich in den letzten gut zwölf Monaten mehr als ich in der Lage bin nachzukommen. Das ist schonmal gut.

Eiskantine
Eiskantine

Seit letztem Sommer (naja, ungefähr) gibt es die Eiskantine in den Kohlhöfen. Dort gibt es sehr leckeres Eis (wir schwören auf Banane) und guten Kaffee dazu. Dass es auch was anderes leckeres gibt, weiß ich von den anderen, ich habe aber selbst noch kein Pannino oder keine Tarte gegessen. Die Eiskantine hat sich trotz einiger holprigen Anfangsmomente (irritierende Öffnungszeiten, fragliche Hinterräume) bei uns etabliert als unser „Dann treffen wir uns halt da“ – Ort, auf den wir uns immer gut und schnell einigen können.

Mit unseren Lütten sind wir nie alleine dort – der großzügige Raum (wie so vieles ehemals von der ISA belegt) lädt viele Mütterväter mit kleinen Kindern ein, denn es gibt einfach Platz zum Rumflitzen.

Was ich mir noch wünschen würde (das soll niemanden von zahlreichen Besuchen in der Eiskantine abhalten –  dat Eis ist eh schon legger genug!)

Namen ändern. Eiskantine kann auch als Zusatz zu einem schönen Namen, der darauf schließen lässt, dass es auch andere Dinge hier gibt als Eis.
Schild besser sichtbar machen.
Am wichtigsten aber: Mehr Gastronomentum ausatmen. Irgendwie hat man immer das Gefühl, dass man zwei wirklich netten, bemühten Leuten dabei zusieht, wie sie Gastro ausprobieren, aber sie sind (noch) nicht Gastro. Einfach mal jemanden fragen, wo er sitzen will, wenn er reinkommt. So als Anfang.

Herr von Eden am Großneumarkt

Endlich, endlich, endlich eine Frau oder so ähnlich habe ich gedacht, als vor einigen Monaten Bewegung in das Ladengeschäft am Großneumarkt geriet. Dort, wo früher unser Budni war, war lange eine furchtbare Resterampe, die auch noch in hässlich Leuchtreklame (Preis Brecher) darauf aufmerksam machte, das niemand der Deutschen Sprache mächtig war. Dann war sie lange weg, und es tat sich nichts. Jetzt, nachdem auch endlich, endlich das Gerüst und der Bauzaun vor dem alten PK14 weg sind, sieht man: Herr von Eden wird bald einziehen!

Bald ein Herr von Eden

Es wird ein „Atelier“, das wohl keinen richtigen Passantenverkehr erwartet. Was das für den Laden um die Ecke in den Kohlhöfen bedeutet, werden wir sehen, auf jeden Fall bedeutet es eine deutliche Aufwertung dieser Flanke des Marktplatzes. Sie liegt ja durch die Parkplätze nicht richtig am Platz und daher immer im Schatten des ansonsten stets gut bevölkerten Rundes. Nun, da Zaun und Resterampe weg sind, bin ich guter Hoffnung, dass sich das bunte Treiben auch dorthin ausbreitet.

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Now playing: Nigel Kennedy and the Kroke Band – Eden
via FoxyTunes

Freitag, 13.30 bis 14.00 im Hof

Led Zeppilin vom Balkon vorne rechts. Dritter Stock des Neubaus im Hof. Naja, neu. Kaffeetassen klappern auf der anderen Seite, hinter den Bäumen. Ein Staubsauger läuft, könnte aus demselben Raum kommen wie Led Zeppelin. Der Türsummer geht, ebenfalls im Neubau. Der Wind rauscht in den Bäumen, die Haustür knallt zu (die des Neubaus). Es riecht nach Ofenpizza, der Duft kommt mit dem Wind. Dachte eben noch, er wehe nur hinter den Häusern, die unseren Hof zur nächsten Straße abgrenzen. Ein Mann spricht in einer Sprache, die ich nicht erkennen kann, weil es zu weit entfernt ist.

Sind es immer noch Led Z oder jetzt Guns’n’Roses? Ein Auto fährt vorbei, wahrscheinlich zwei Straßen weiter, sonst wäre es viel lauter. Ein Motorrad brummt noch etwas weiter weg. Ein Flugzeug? Komisch, aber muss es wohl gewesen sein. Beim Neubau fliegt wieder die Haustür zu. Eine Frau unterhält sich auf Spanisch am Telefon. Wusst‘ ich gar nicht. Die Tür fliegt zu. Eine Kirchenuhr schlägt halb zwei, schafft es gerade gegen den Wind und das Gitarrensolo an. Jetzt rauschen auch die Blätter in unserem Hof. Die Tür des Neubaus. Jetzt eine andere im Hof, wahrscheinlich unsere, die nach hinten führt. Jemand unterhält sich, ich kann noch nicht einmal hören, ob es eine Frau oder ein Mann ist. Eine Frau (das hört man nicht) schlägt Wäsche auf, bevor sie sie aufhängt. Ein Fön? Eher eine Küchenmaschine, ein Rührstab vielleicht. Ein Türsummer, aber nicht der von eben. Dieser piept, der andere summte.

Ein Auto, dieses Mal auf unserer Straße vermutlich. Ein Staubsauger, der pfeift. Ein Mofa fährt irgendwo vorbei, vor oder hinter uns, ist unklar, noch ein Flugzeug, wenn auch ganz leiste.  Der Türsummer piept. Schritte einer Frau, unsere Tür zum Hof schlägt zu, ein Mann sagt Hallo, es folgen Schritte, ein Schlüssel klimpert, die Tür fällt ins Schloss zurück. Ein Gitarrensolo von vorne rechts. Ein Mann muss husten, die Küchenmaschine läuft wieder an. Ich höre etwas klappern in unserem Wohnungsflur, ein Auto fährt vorbei, jetzt lacht eine junge Frau laut, ihr Schritte kommen näher zu uns. Ihre und eine weitere Stimmen werden lauter, sie laufen, lachen, junge Leute, der Sauger fiept weiter. Jemand ist am Fahrradständer, die Pforte fällt ins Schloss, Tellerstapen, ein Baby quiekt, Geschirrstapel, die Blätter rauschen wieder. Von irgendwoher kommt die ganze Zeit schon ein leises Gemurmel.

Die Gartenpforte geht auf und zu, unser Telefon läutet, bevor ich rangehen kann, hört es wieder auf. Eine Frau ruft ihren Hund, dazu ein Schlagzeugsolo von vorne rechts. Ich höre wieder Schritte, die ganze Zeit ist niemand zu sehen. Schritte, eher ein Stampfen und Schleifen. Klaviersolo, so Rockabilly, müssen Guns’n’Roses sein. Räuspern, Kaffeetassen, eine Polizeisirene, schnelle Schritte, ein Mädchen sagt hallo. Eine andere Tür knarzt, das schleifende Stampfen schon wieder, ein Bus fährt vorbei (ein Bus?). Schritte, endlich hupt mal ein Auto. Schon wieder eine Sirene, aber weiter weg als eben. Ein Mann sagt etwas unverständliches.

Ein Rollkoffer geht an der Hofeinfahrt vorbei, die Balkontür des Nachbarn wird geöffnet. Ein Motorrad fährt viel zu schnell, oder zumindest mit zu lautem Motorengeheul durch die Stadt. Ein Junge ruft immer wieder „Komm!“. Die Kirche läutet, es ist zwei.

Heute leider keine Schule

Echt bedauerlich.

Ja man

Ja man


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  • summer in germany Sonntag, 8. Oktober 2017
    in june we went to germany to spent a substantial part of the summer with family and friends. lukas was off to an early start because he had work in wolfsburg. the weekend without my family lukas used for a short stint to mallorca where i visited mike and tatzi – what a great way […]
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