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Die dicke Hafenkante im Großstadtrevier

Das Viertel, in dem ich wohne, wird auch das Vergessene Viertel genannt. Für die meisten Bewohnern der Stadt liegt es quasi unsichtbar eingepfercht zwischen Holstenwall, Ludwig-Erhard-Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße. Ich finde das herrlich.

Ginge es nach den Produzenten von Fernsehserien, müsste es allerdings nicht so bleiben. Ich habe manchmal das Gefühl, dass hier jede Woche gedreht wird. Das Großstadtrevier natürlich allen voran, aber auch Der Dicke und seit einiger Zeit Notruf Hafenkante kloppen sich förmlich um die originellsten Straßenzüge als Drehort. Inzwischen habe ich sogar einen Lieblingscaterer, Moviemampf. Nein, die Anwohner kriegen nichts ab, aber der Name besticht. Die Anwohner bekommen regelmäßig Post, mit der um Verständnis geworben wird. Aber immer doch, ist ja auch ein gutes Gefühl.

Liebe Anwohner, schon wieder…

Das PK14, die Wiege des Großstadtreviers, das fünf Jahre lang am Großneumarkt residierte, liegt seit jetzt auch schon wieder zwei Jahren in der Caffamacherreihe. Die Räume am Großneumarkt stehen leider seither leer.

P.S. Könnte mal jemand die Einweihungsmeldung vom Netz nehmen?

Berühmte Nummernschilder, Teil 1

Wir wissen ja alle, wer mit dem Nummernschild Nazi 01 rum fuhr. Heute parkte der mit der 2 bei uns um die Ecke:

Die Nummer zwei

Hütten, eigentlich eine ordentliche Gegend

Entgegen

Da ist zunächst immer die Frau von dem Friseursalon auf der Ecke hinter unserem Haus. Sie kommt mir eigentlich jeden Morgen entgegen, ihr Hunde, ein Cockerspaniel, stets voraus. Sie ist Mitte vierzig, immer zu gebräunt, um wahr zu sein, immer zu viel Lippenstift, um mir zu gefallen. Aber ihre Lippen bringen jeden Tag ein an ehrlich gemeinter Freundlichkeit nicht zu übertreffendes „Guten Morgen“ über die Lippen, sie lächelt, und wir schreiten weiter. Kurze Zeit später kommt meist der junge Vater mit seinen beiden Kindern. Dann kommt die zugigste Ecke der Stadt, unwirtlich, wirklich. Dann kommt die große Kirche, dann kommt der Jogger. Er ist bei jedem Wetter unterwegs, er war sogar heute morgen laufen. Heute morgen hat es bei starkem Wind geschneit. Jedes Mal, wenn wir uns begegnen, rufe ich ihm ein ernst gemeintes und deutlich hörbares „Respek'“ entgegen, und jedes Mal schaut er in mein Gesicht, verzieht das seine und gibt mir zu verstehen, dass er mich nicht verstanden hat und auch nicht wüsste, warum ich mit ihm in Kontakt treten sollte.

Noch ein paar Schritte, dann der Mann, der mich nach drei Jahren endlich grüßt. Dann der Mann, den es erst gibt, seit ich wieder hier bin, und der sich langsam anfängt zu wundern, warum ich ihm immer so bestimmt ein Visca el Barca entgegen werfe. Ich melde mich, wenn er es verstanden hat. Dann bin ich da, und der Tag kann beginnen.


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  • first half of 2017 Montag, 24. Juli 2017
    the first half of 2017 has passed like a breeze and we have lots of memories to share. to start it off, sabine and wolf were visiting again for nicis and wolfs birthday end of february. and we went to shenandoah national park with them where we stayed in a cozy cabin. lukas has again […]
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