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Plattenflohmarkt in Brooklyn

Wie sinnvoll es ist, in einem Blog über Hamburg und Konsorten auf einen Flohmarkt in Brooklyn hinzuweisen, sei jetzt mal dahingestellt, ich tue es aber trotzdem,

Am 14. September, ergo nächstes Wochenende, verkaufen auf dem wöchentlichen Flohmarkt in Fort Greene, einem der tollen Viertel Brooklyns, eine ganze Reihe von tollen DJs ihre Scheiben (na, wohl nicht ihre raren Lieblingsteile).

Wer in der Nähe ist, gehe bitte dorthin: Esst lecker Zeug, begafft coole Typen, kauft schöne Sachen. Bringt mir was mit.

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Now playing: Jay-Z – Brooklyn’s Finest
via FoxyTunes :

Jetstream oder wer?

Nach einer rund vierstündigen Busfahrt von Baltimore nach New York (Double Happiness – einer der berühmt berüchtigten Chinatown- Busse: Unschlagbar billig, unverständliche Busfahrer) fuhren wir mit der Long Island Rail Road, kurz LIRR, von der Penn- Station über Jamaica mit dem Airtrain zum Flughafen JFK.
Dort lief das Einchecken recht flott. Neu für uns nur die Tatsache, dass das Gepäck nicht beim Check-In angenommen wird, sondern man es selber ein paar Meter weiter schiebt zur allgemeinen Gepäckannahme, wo die Koffer und Taschen durch diverse große Röhren geschoben werden, bevor sie im Transportlabyrinth verschwinden.

In dem Flugzeug von Emirates hat man erfreulich viel Platz, auch in den Mittelreihen, wo wir sowohl auf dem Hin- als auch Rückweg saßen. Super ist das Unterhaltungsangebot, so viele Filme und Serien, Spiele und Kameras kann man gar nicht verarbeiten, wie es dort gab. Langweilig wird einem da nicht, viel eher vergisst man schon zu schlafen.

Das Essen war üppig und gut, man kann zwischen zwei Hauptgängen wählen, die beide empfehlenswert sind. Leider gab es auf dem Rückweg das Abendessen halt um halb eins, und da hatten zumindest wir eigentlich überhaupt keinen Hunger mehr. Aber wie sollen sie es auch anders machen.

Das beste kam zum Schluss: Der Flug von New York zurück nach Hamburg hat geschlagene drei Stunden weniger gedauert als der Hinflug.
Jeweils mit demselben Flugzeug (A430-500) mit Emirates von Hamburg nach JFK. Hat der Pilot da mehr Kohle auf’s Feuer geschmissen, gab’s so viel Rückenwind, oder ist das doch der Jetstream?

Uns war’s egal, wir waren natürlich froh, so früh wieder zu Hause zu sein.

Einen Flug mit Emirates kann ich auf jeden Fall empfehlen, zumal in diesem Flugzeug. Und letzten Endes in fünfeinhalb Stunden direkt von New York nach Fuhlsbüttel – da schafft man es mit der Bahn ja gerade bis…

Brooklyn Academy of Music

Nach meinen dritten Besuch in New York küre ich meinen Favoriten:

Egal, wo und wie man Urlaub macht in New York, ich empfehle jedem halbwegs am wahren Leben interessierten Menschen unbedingt den Besuch in der Brooklyn Academy of Music, kurz BAM.

In dem phantastischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert gibt es:
Zwei Kinos: Eines für kleine Filmemacherfilmer, eines für Hollywood- Produktionen, beide werden in atemberaubend schönen Sälen gezeigt.
Einen Opernsaal , in dem auch zeitgenösisches aufgeführt wird, so wie zuletzt die Produktion BQE von Sufjan Steven, zu der wir leider keine Eintrittskarten mehr bekommen haben.
Ein Theater, in dem demnächst Lulu von Frank Wedekind aufgeführt wird (mit Fritzi Haberland in der Hauptrolle – auf Deutsch).
Proberäume, einen Museumsladen, und nicht zuletzt ein Café/ Restaurant, das in einem so wundervollen Raum liegt, dass man sich ernsthaft fragt: Muss ich jemals wieder woanders hingehen?

Wenn man die letzte Frage mit ja beantworten muss, weil man nicht in Brooklyn wohnt, OK. Aber wenn man in Brooklyn wohnt, dann kann man ja ruhig auch mal in eines der vielen, vielen umliegenden Restaurants gehen, die entlang der Lafayette Ave und dem hiesigen schönen Teil der Fulton St liegen.

Dieser Teil, der irgendwie so zwischen Fort Greene, Cobble Hill und Park Slope liegt, ist mein Lieblingsteil von ganz Breukelen. Wenn ich sollte, würde ich.

New York, 1.11.2007

Hier, schnief, das Protokoll unseres letzten Tages in New York.

Sound Fix

Ich kenne nun so ungefähr tausend Plattenläden persönlich. Es gibt viele tolle in London, viele schöne in New York, gute Läden in Hamburg, Berlin und München, Heidelberg und Barcelona, aber die Nummer eins, das ist Sound Fix Records in der Bedford Ave in Williamsburg.

Sound Fix Sitzgelegenheit Klein aber fein

Das Geschäft hat alles, was einen guten Plattenladen ausmacht:

Eine Lage, die den Besuch zu einem schönen Ausflug macht, ein unscheinbares Äußeres, das nur mit seiner abwechselnden Plattenreklame auf sich aufmerksam macht, eine Bedienung, die mit Ahnung und Freundlichkeit den Einkauf erleichtern, Anhörstationen, Sitzgelegenheiten, CDs und Vinyl, ein paar Poster, eine angenehme Größe und natürlich die richtige Musik.

Aber das trifft natürlich auf einige andere gute Läden auch zu. Was ist also das Besondere? Zum ersten, zweiten und dritten sei die Auswahl genannt. Es gibt alle Richtungen, wobei der Schwerpunkt klar auf zeitgenössischer Rockmusik liegt, aber es gibt von allem nur das, wie soll ich sagen, erwähnenswerte („Denn von allen Gedanken interessieren mich doch am meisten die interessanten“). Das spiegelt sich sogar an den liebevoll gestalteten Anhörstationen wieder, die nicht etwas alles erlauben, gehört zu werden, sondern eine höchst aktuelle Auswahl der Angestellten ist.

Darüber hinaus gibt es Konzerte im Laden, was ich immer als Zeichen der Ernsthaftigkeit und des besonderen Engagements empfinde.

Dass es zu alledem im Anschluss an das Geschäft ein schönes Café gibt, das dazu gehört und in dem man dann die gerade gekauften Sachen auspacken kann, und in dem die Freundin gerne die letzte Stunde gewartet hat, rundet das Erlebnis Sound Fix komplett ab (wer besonders auf letzteren Vorteil angewiesen ist, der sei indes gewarnt: Das Café öffnet erst um 16h).

Wir haben uns zwei von den erwähnten, jüngst ausgedienten Reklamescheiben gekauft, die wir nun irgendwie mit nach Hamburg nehmen müssen. Dort werden sie unsere Wohnung verschönern, und ich werde immer gerne sagen, wo wir sie her haben.

New York, 31.10.2007

Unser Programm heute: Bed-Stuy, Williamsburg und Greenwich Village.

The Weakerthans, Webster Hall

In der Webster Hall (verbandelt mit dem Bowery Imperium) am Rande des East Village gingen wir gestern zum Konzert der Weakerthans – mein erstes Konzert in den US of A.

Einlass war für 19h anberaumt, und wir wussten, dass es zwei Vorgruppen geben würde. Wann fängt der Amerikaner wohl seine Konzerte an? Auf Verdacht kamen wir gegen halb neun an, und ich freute mich erstmal darüber, dass das mit dem Eintritt so reibungslos klappte. Ich hatte die Karten vor ein paar Wochen bei Ticketmaster bestellt, und so konnten nun einfach zwei Personen unter meinem Namen rein. Eigentlich klar, aber trotzdem irgendwie toll. „Will Call“ nennt sich das Prinzip, funktioniert einwandfrei.

Marquee Weakerthans Webster Hall

Die Uhrzeit erwies sich als perfekt, denn gerade als wir hineinkamen in den schönen alten Saal, war soeben Jim Bryson aufgetaut und erfreute die Anwesenden, vornehmlich jungen und erfreulich normalen Leute mit seiner Kanadische Frische. Seine Musik würde ich auf das erste Hören als Indie Folk, Folk Rock oder wie auch immer bezeichnen. Seine Art als nett und angenehm. Die sogar noch zum Mitmachen auf der Bühne animierten Zuschauer und ich waren auf jeden Fall angetan.

Etwas, was man von der zweiten Band, The Last Town Chorus, leider nicht behaupten kann. Der Flyer, der im Saal verteilt wurde, versprach zwar „She sings like an angel and plays lap steel guitar like the Devil.“, aber ich muss sagen: She sings like a Schnarchkopp and if Lucifer played the lap steel guitar like her, he’d be sellin‘ Donuts down in Hackensack.

Aber dann: Die Weakerthans! Und gleich zu Beginn erstmal so ein gutes Bühnenbild: Einfach, schön, effektvoll. Kanadisch eben (? – allen, die die Band nicht kennen, empfehle ich zum Einstieg das Video von „The Reason“).

weakerthans-webster-hall-2.jpg

Das ganze Konzert verlief im Grunde so einfach, schön und effektvoll wie das Bühnenbild. Und ich fragte micht: Was ist so schwer daran? Nichts, glaube ich, man muss es nur wollen. Die Webster Hall war gut besucht, ich schätze, dass ca. 1.000 Leute da waren- um eine Band zu hören, die wirklich keine Bäume ausreißt, aber deren flotte Songs man gerne hört, wenn man mit 160 Sachen über die Autobahn fetzt, und deren ruhigen Stücke wie ein warmer Mantel unter sternenklarem Himmel wirken können.

Für mein erstes Amikonzert war ich vollkommen zufrieden.


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  • first half of 2017 Montag, 24. Juli 2017
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