Posts Tagged 'Of Montreal'

Die beste Musik des Jahres

So, ich hab’s versucht: Meine Listen der besten Alben und Lieder des Jahres.

Eine Reihenfolge innerhalb der jeweils fünf Nennungen gibt es nicht, wobei ich doch ganz klar sagen muss: Friska Viljors Debutalbum Bravo! hat mein Jahr musikalisch dermaßen geprägt, wie es ganz selten eines erreicht. Das fing an mit dem Konzert im Februar, ging immer und immer wieder weiter mit der Platte, die wir alle so oft gehört haben, dass einem normalerweise schlecht werden müsste und uns die Songs aus allen Hälsen kommen müssten – kamen sie aber nicht. Es ging weiter mit noch zwei Malen, die ich die Band live gesehen habe dieses Jahr, einem ganz besonderen Moment und wat nicht all. Auf der Platte gibt es kein schlechtes Lied, und die Wahl als eines der besten Lieder hätte genau so auf zwei, drei andere von der Scheibe fallen können. Also doch: Könige aller Disziplinen:

Friska Viljor wie sie leiben und leben

Schönere Fotos bei DevilDuck Records

Alben

Friska Viljor – Bravo!
Arcade Fire: Neon Bible
Band of Horses: Cease to begin
Of Montral: Hissing Fauna, are you the destroyer?
Okkervil River: The stage names

Lieder

Friska Viljor: Friskashuffle
Manic Street Preachers: Your love alone is not enough
Arcade Fire: No cars go
Mogwai: Time and a half
Electric Soft Parade: Life in the backseat

Es gibt so viele andere Lieder, die dieses Jahr erschienen sind, die besonders gut, schön, warm, hart, abgefahren und rührend sind. Nicht für alles ist hier Platz, aber für vieles.

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Now playing: Friska Viljor – Friskashuffle
via FoxyTunes

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Of Montreal, Übel+Gefährlich

Also fasse ich mich kurz: Die haben echt eine Klatsche, die Musik rollt während des Konzerts einige Male entlang der feinen Grenze zum Unerträglichen, fällt jedoch nie dorthin, sondern animiert immer dann zum Tanzen, wenn man gerade denkt, ui, jetzt Vorsicht mit der Grenze, und die Leute wurden anständig unterhalten, und die Bilder im Hintergrund waren richtig gut.

Die Teufel sind nicht aus Kanada

12 Euro. Sauber.

ps: Kevin Barnes, you have really one at the Marmel (afterreadable here). But I like it.

Danke für’s Mitdenken, Polyvinyl

Gestern habe ich mir eine Schallplatte gekauft. Das ist nicht ungewöhnliches, bloß: Wenn ich in den letzten Jahren Platten kaufe, schließt sich immer gleich die Frage an: Wie kriege ich es nun digitalisiert? Zu Beginn habe ich es aufgenommen: Kabel aus dem Plattenspieler irgendwie in den MP3- Player und immer schön Start und Pause drücken. Hinterher am PC alles umbenennen, etwas zu lange Pausen zwischen den Stücken inklusive. Damit dauert es sogar länger als früher Kassette aufnehmen und ist irgendwie zwar schön, aber im Grunde einfach nur Mist. Mit der Zeit gab es immer neue Software, die es vereinfachen sollte, aber alle waren zeitaufwändig und doof.
Also überlegte ich, wie schön es wäre, wenn auf der Platte einfach ein Code wäre, unter dem ich mir den soeben erstandenen Tonträger legal herunter laden dürfte. Kurz darauf ging es aber erst so richtig los mit Kopierschutz auf CDs und ständig wechselnder, wachsender Angst seitens der Musikindustrie, und irgendwie fühlte ich mich mit meinem einfachen Wunsch eher in den Hintergrund gedrängt.

So vergaß ich meinen Verdruss und lud herunter, wo ich eben etwas bekam, immer im seichten, laienhaften Gefühl, rechtlich nicht belangbar zu sein, weil ich doch die Musik, um die es hier ging, bereits gekauft hatte (bitte keine belehrenden Kommentare von Juristen). Doch dann: Gestern! Nichts ahnend schaue ich mir die Platte meiner Wahl an, und was lächelt mir vom Umschlag entgegen:

Polyvinyl liebt Vinyl und seine Kunden

Herrlich, wie wunderbar, warum nicht immer so? Ich habe den Code bereits eingelöst, es ging ratz fatz, und jetzt gleich kann ich die neue Of Montreal auf dem verregneten Weg zur Arbeit hören.

Danke, Polyvinyl! Plattenfirmen der Welt: Bitte zügig nachahmen.


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  • summer in germany Sonntag, 8. Oktober 2017
    in june we went to germany to spent a substantial part of the summer with family and friends. lukas was off to an early start because he had work in wolfsburg. the weekend without my family lukas used for a short stint to mallorca where i visited mike and tatzi – what a great way […]
    lukasra