Posts Tagged 'UEFA-Cup'

HSV – Ajax 0:1

Ich gehe ja nun zu jedem Heimspiel und kann berichten, dass es schonmal nicht an den HSV- Fans lag, dass wir beinah zerquetscht wurden beim Versuch, das Stadion halbwegs rechtzeitig zu betreten, was leider nicht möglich war, weil sich die Polizei ganz spontan überlegt hatte, doch möglichst viel und rigoros abzusperren, lange Rede… Ganz toll gemacht, danke nochmal (und ich hasse wirklich diese „Da kann ich nichts machen“- Mentalität, die so sehr um sich greift, dass ich bald das Gefühl bekomme, dass niemand mehr irgendwas machen kann gegen irgendwas außer ein paar finstren Bibabutzemännern, die um ihren Kamin herumtanzen und feizen und sich freuen, wenn sie mal wieder etwas Böses beschlossen haben, gegen dass dann keiner ihrer Ausführenden Helfer da draußen „was machen“ kann, auch wenn einer stirbt dabei).

Zugegeben, die Fans von Ajax sahen schon maximal mies aus: Im ganzen proppenvoll besetzten Block konnte ich höchstens zwanzig Trikots ausmachen, der Rest der Meute war in schwarz gekleidet. Sympathisch.

Das Spiel ging dann so vor sich hin und her und, es passierte nicht so richtig viel, zumindest so lange bis das Paölchen sich vor lauter Narrenfreiheit nicht entscheiden konnte, wohin mit dem Leder und es entschlossen an die Latte setzte (der Klassiker), und dann noch mal bis, tja, bis Jaro einen schlechten Moment hatte und Leonardo mustergültig freispielte, der dann Pfostenpinpong spielte und kurz vorm elegant herbeistolpernden Mondkalb einlochte. Dreck.

HSV – Bayer Leverkusen 3:2

Es schüttet aus Eimern HSV Bayer Leverkusen

Tja. Ich muss sagen, dass ich mich schon überdurchschnittlich stark mitgenommen hat, das Ausscheiden des HSV heute abend. Was setzen sie auch drei Dinger gnadenlos nicht rein in der ersten Halbzeit, was macht der Guerrero auch so eine bescheuerte Ellenbogenaktion, was erlaubt sich Adler eigentlich alles zu halten, wann gedenkt auch van der Vaart mal wieder, einen Zweikampf zu gewinnen, wann gedenkt Stevens eigentlich auch mal, uns zu erlösen und hinten rechts von Anfang an Brecko anstelle von Demel zu bringen, was ist auch die Auswärtstorregelung für eine Heimspielqual, was machen sie auch alles so spannend, dass man die letzten zehn Minuten nicht mehr sitzen kann, was gibt es auch noch vier, letzten Endes ertraglose Minuten Nachspielzeit, was schüttet es aus Eimern, was macht man für ein langes Gesicht bis man zu Hause ist, was ist es doch letztlich befriedigend, hingegangen zu sein, was bin ich pervers froh und erschöpft, resigniert und glücklich, Fußballfan zu sein.

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Now playing: Depeche Mode – But Not Tonight
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HSV – FC Zürich 0:0

Anbei ein Foto vom Anstoß des heutigen Uefa-Cup Spiels HSV gegen Zürich.

Anstoß

Danach bin ich noch einmal kurz aufgewacht als die Chosen Few in den Block gekommen sind und mit den Schweizern Stimmung machten.

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Now playing: Ben Kweller – Nothing Happening
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HSV-FC Basel 1:1

HSV-Basel 1:1

Viel zu berichten gibt es nicht: Volle Bude, tolle Plätze (9B, Reihe 1). Basel lahm, Einbahnstraßenfußball ohne Ernte.

Immerhin eine schöne Vorlage von Castelen, möge in der Rückrunde mehr davon folgen.

Danke, HSV für so eine schöne Hinrunde. Freue mich schon auf Midtjylland (und Zürich natürlich).

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Now playing: Copy – Fist
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Dinamo Zagreb – HSV 0:2

Das T-Shirt, das ich zum Ende der letzten Saison als Zeichen der Hoffnung anfertigen ließ, ist nunmehr auch international und auswärts ungeschlagen, sogar die Hölle von Zagreb kann ihm nichts anhaben.

Bei meinem Besuch im baulich komplett vermurksten Maksimirstadion trug ich es auf Anraten meiner ortskundigen Begleiter nur drunter, und irgendwie übertrug sich diese Haltung auf den Platz: vdV und Modric haben ihren Marktwert sicher nicht gesteigert gestern Abend, und in der Zeitung von heute wird Spielzerstörer de Jong als Mann des Tages ausgezeichnet. Das sagt alles: Beide Mannschaften trugen ihre Fußballschuhe anscheinend nur drunter.

So konnten wir uns jedoch vollkommen auf die Geschehnisse auf den Ränge konzentrieren, die zwar nur knapp über die Hälfte gefüllt waren, aber trotzdem lieferten die berühmten Bad Blue Boys eine beeindruckende Leistung ab. Es gab keine ruhige Minute, sogar nach Ende des verlorenen Spiels wurde fleißig weitergesungen. Volim te Dinamo wurde quasi non- stop gesungen und dabei gleichzeitig der Tribünen- Pogo vollzogen: Hut ab.

So bedrohlich wie allseits angekündigt fand ich es dennoch nicht, nur einmal hatte ich Mitleid mit Frank Rost, als Dinamo gegen Ende der ersten Halbzeit vor ihm seine beste Phase hatte und hinter ihm deren Fans auch. In wenigen Augenblicken flogen gut zehn Fackeln in Richtung Torwart, schlugen aber alle hinter ihm ein.

Dinamo HSV Maksimir

Die Ordner hatten reichlich zu tun. Genauso wie die Drangperiode von Dinamo verzog sich aber auch der dicke Nebel irgendwann wieder, und es wurde weiter fröhlich vor sich hin gesungen. Die Jungs im absurd isolierten HSV- Block konnten sich kaum Gehör verschaffen, auch wenn er gut gefüllt war. Nur einmal war es ganz kurz ganz leise im zerstückelten Rund: Als Troche in der Nachspielzeit den Kroaten endgültig den Garaus machte und die Hamburger Jungs einen Augenblick brauchten, um zu merken, dass die Rothosen gerade mal eben durch die UEFA- Cup Gruppe marschiert waren. Nach Spielende feierten sie dann mit Huub Stevens auch den Mann, der mit Sicherheit die beste Leistung abgeliefert hatte.

Wir verließen angespannt aber ruhig das Stadion und kamen heil zu Hause an, Ärger gab es keinen mehr. Wenn man sich taktisch klug verhält und alle diszipliniert die Vorgaben umsetzen, ist auch die Hölle nur ein Fußballspiel.

HSV – Stade Rennais 3:0

So langsam aber sicher wird sie unheimlich: Die Selbstverständlichkeit, mit der die Rothosen durch die Spiele gehen. Ein tolles Spiel war es sicher wieder nicht, aber 3:0. Man merkt es den Spielern an, man merkt es aber vor allen Dingen den Zuschauern an: Die Situation wird allen langsam unheimlich.

Ein Kollege mit Stammplatz in 22A meinte heute, dass sich die Fans erst daran gewöhnen müssten, nicht immer nur pöbeln zu können. Was macht man, wenn es zur Halbzeit 3:0 gegen den Meister steht, der Gegner trotz knapper Führung keine Chance hat, das Spiel zu drehen und in der Nachspielzeit der verlorene Stürmersohn noch einen Elfmeter verwandeln darf?

Jubeltraube HSV - Rennes 1:0

Wenn man sich Sahneplätze leisten kann, weil UEFA- Cup ist, und dann genau vor einem gejubelt wird, ist das ein glücklicher Moment.
Wenn sich ein Spieler beharrlich in die Herzen spielt wie Olic es tut, dann tut das einfach gut, dann tut das allen gut.
Wenn der Trainer nach dem Spiel sagt, vieles sei Bockmist gewesen, dann ist das gut.
Wenn sich der zweite Fanblock vom letzten Auswärtsblock angestachelt fühlt, und ein ganzes Feuerwerk an neuen Lieder abbrennt, dann ist das schön.

Wenn alles einfach einmal passt, meine Fresse tut das gut.

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Now playing: OK Ikumi – Look Back
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  • first half of 2017 Montag, 24. Juli 2017
    the first half of 2017 has passed like a breeze and we have lots of memories to share. to start it off, sabine and wolf were visiting again for nicis and wolfs birthday end of february. and we went to shenandoah national park with them where we stayed in a cozy cabin. lukas has again […]
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