Posts Tagged 'Volkspark'

HSV – FC Nürnberg 0:1

Auf dem Hinweg war dieses Kribbeln wieder da, diese kindliche Vorfreude auf eine neue Saison. Das naive Vertrauen darauf, dass alles besser werden würde. Die Zweifel waren natürlich nicht alle plötzlich weg. Sie versteckten sich kurz, als in der S-Bahn die ersten gleichgesinnten auftauchten und zumindest daher dieses warme Gefühl eines Wir entstand.

HSV-FCN 2012

Ich habe auch angefangen, über Fink nachzudenken, denn ich hatte den Eindruck, der HSV hätte auch nicht gewusst, wie zum Geier sie wohl ein Tor erzielen sollten, selbst wenn der Gegner für eine Minute stillgestanden hätte. Es war schon seltsam: In der Abwehr wurden gar nicht so große Fehler gemacht, nichts überragendes geleistet, aber das war auch nicht unbedingt nötig. Einzig Adler musste einige Male blitzschnell und abgebrüht hinlangen, das war sehenswert. Selbst Mancienne war nicht so übel. Bis er irgendwann anfing, Scheiße zu bauen. Und zwar tüchtig. Er produzierte plötzlich Fehlpässe, dass es einem den Atem verschlug.

Im Mittelfeld hatte man das Gefühl, jeder wollte bloß schnell nichts mehr mit irgendeiner Art Verantwortung zu tun haben. Als ich einmal dachte, der Skjelbred würde ja gar nicht so viele Fehler machen wie in der Vorsaison und halbwegs zufrieden war mit der Art, wie er einige Bälle abgrätschte, fiel mir auf, dass er der offensive Part war. Von ihm sollte das Hamburger Angriffsspiel gesteuert werden. Damit, soviel war schnell klar, war er dermaßen überfordert, dass es mir gar nicht als seine Aufgabe aufgefallen war.

Oder war das die Aufgabe von Sala? Von ihm fiel mir am meisten auf, wie schlecht er war. Er schien nicht nur überfordert mit den ihm übertragenen Aufgaben, er schien auf diese Überforderung auch zunehmend patzig zu reagieren. So als wollte er mit einer schmolligen Spielweise zum Ausdruck bringen, er könne aus irgendeinem Grund auch nichts dafür, dass hier nichts zusammenlief. Ich kenne sowas aus dem Büro. Diese Leute kapitulieren und werden patzig. Schlimm ist das. Schlimm für den Vorgesetzten und schlimm für alle Kollegen. So spielte und verhielt sich Sala. Wie ein überhebliches, patziges Kind. Und das im ersten Saisonspiel. Unfassbar.

Jansen machte seine Sache ein bisschen besser, ihm sah man von allen Feldspielern am ehesten an, dass er was reißen wollte. Dass er weiß, dass er über beschränkte Mittel verfügt, aber dafür umso mehr will. Das bringt bei ihm selten etwas spielentscheidendes, aber immerhin.

Vorne Son und Berg. Gruselig. Als wäre Fußball ein weitgehend körperloser Sport kippten sie bei jeder Art Gegenwehr um, ließen sich Abdrängen wie Fünftklässler auf dem Weg zum Kiosk – und Berg beschwerte sich auch noch die ganze Zeit. Er beschwerte sich glaube ich länger über nicht gegebene Freistöße als er aktiv am Offensivspiel des HSV beteiligt gewesen wäre. Gruselig.

Warum bringt Fink dann Tesche und nicht gleich Beister- hat niemand verstanden? Warum wusste niemand, was er tun sollte im Spiel nach vorne? Werden Jiracek und Badelj die Misstände beheben? Wenigstens die wesentlichsten?

Ich verliere eigentlich nie den Mut, an den HSV zu glauben, aber ich bin jetzt gerade ziemlich mutlos.
Ich weiß, dass irgendwann wieder bessere Zeiten kommen werden, aber momentan fehlt mir fast schon die Fantasie, mir auszumalen, wie der Weg in diese besseren Zeiten eigentlich aussehen könnte.

Tolle Perspektive nach dem ersten Spieltag.
Ich möchte sagen, dass ich mich nicht von irgendeinem negativen Umfeld negativ einstellen lasse. Ich bin seeliger Optimist und leidenschaftlicher Anfeuerer, egal was im Stadionbus an unflätigen Aussagen fällt (und es fallen Aussagen, gleich Reihenweise, die mich fragen lassen, was diese Menschen überhaupt beim HSV wollen – die reden, als wäre das ein unflätiger und nichtsnütziger Mitarbeiter, als hätten sie einen erbrechtlich verbrieften Anspruch auf Erfolg und Unterhaltung, diese Deppen); Ich hatte einfach in der Sommerpause das Spiel gegen Barcelona gesehen und war zum Schluss gekommen, dass spielerisch einfach nichts geht mit den Leuten, die da auf dem Platz standen. Das wurde im Spiel gegen Nürnberg noch einmal eindrücklich bewiesen. Nach dem Spiel wissen wir, dass wirklich alles (fast alles, Adler) besser werden muss.

HSV – Werner Brehm 1:§

Ich mag nimmer. Meine persönliche Bilanz gegen die grünweißen aus Bremen ist so schrecklich – ich möchte in Zukunft nur noch im Nachgang informiert werden.

Dabei fing alles so schön an: 1980, sechs Jahre alt, erster Besuch eines Bundesligaspiels. Die Familie mit dem Geißbock im Herzen reist an die Weser und sieht den geliebten FC siegen. 0:5, Tony Woodcock macht vier Buden und wird noch vor Pierre Litbarski der erste Held meiner Kindheit. Werders Abstieg war damit besiegelt, ein glückliches Fußballerleben begann.

HSV – FC Bayern 1:1

Das war doch mal was!

Viel Rauch, viel Spiel

Trotz Eiseskälte wurde mir ganz warm ums Herz in Anbetracht des heutigen Auftritts des HSV gegen die Bayern. Angriffslustig, diszipliniert, hartnäckig, glücklich – so könnte man auch mal gewinnen gegen die Bayern. Ist ja in letzter Zeit eher schlechter ausgegangen für die Rothosen.

Was der HSV gut machte, klappte bei den Bayern irgendwie nicht: Man hat in Anbetracht der Aufstellung immer Schiss inne Büx, aber gestern kam nicht so recht was zu Stande, und das – verdiente – Ausgleichstor war auch mehr erzwungen als toll herausgespielt. Irgendwie hatte man bei RobbenRiberyMüller immer das Gefühl, dass die Handbremse klemmt.  Sott gehabt.

Für Sala freute ich mich natürlich sehr (zumal ich ihn in meiner Kickermannschaft hab!), noch ein bisschen mehr freute ich mich für Drobny, noch ein bisschen mehr für Jarolim (ENDLICH MAL JARO-GESÄNGE), aber am meisten für mich. Das war doch mal was! Endlich mal wieder.

HSV – Gladbach 1:1

Gestern beim letzten Heimspiel gewesen. Sportlich war die Saison ja nicht so geil, gestern ging sie unentschlossen und ideenfrei zu Ende.HSV-Gladbach

Die abgelaufene Saison war blutleer, ideenarm, und schwach. Haufenweise Spieler, die gerne dort weiterspielen können, wo der Pfeffer wächst und irgendein Sack ordentlich Kohle raustut. Ein Trainer, der kein System entwickelte, keinen Plan hatte, wie Spiele gewonnen werden sollte. Es sah wochenlang so aus, als hätte Veh elf Leute aufgestellt und ihnen ein aufmunterndes „Ihr seit ja Profis, ihr macht das schon“ mit auf den Weg gegeben. Unter Oenning habe ich noch nicht genug gesehen, gestern sah es jedoch gruselig aus. Vielleicht lag das aber auch daran, dass viele Leute auf dem Platz standen, die sich nun verdünnisieren.

Meine Tiefpunkte: Der Abgang von Zé bei seiner Auswechslung im letzten Spiel vor der Winterpause, die bedingungslose Treue von van Nistelrooy und in der Halle in Neugraben zu sehen, was für ein dummer Kleingeist Guerrero tatsächlich ist.

Ich setze meine Erwartungen für die nächste und übernächste Saison auf Platz zehn und hoffe inständig, dass ich damit nicht alleine bin. Vielleicht ergibt sich so einmal Zeit und Raum für die Entwicklung einer neuen Identität der Rothosen. Ich wäre dabei!
Über unseren neuen Sportdirektor weiß ich noch nicht so viel, ich wünsche mir aber, dass er mit den anderen Hauptverantwortlichen eine Philosophie ausheckt, an der sich sie Entwicklung des Vereins in den nächsten Jahren orientieren möge. Wofür steht der HSV, was ist die gewünschte Spielweise, welche Spieler, Menschen und welchen Trainer brauchen wir dafür? Ich will es sehen, hören, riechen, spüren.

Einen Wunsch habe ich ganz konkret: Jaro soll bitte wieder Kapitän werden und nicht mehr Westermann, dieser nichtssagende Unsicherheitsfaktor aus der zentralen Defensive.

Sollten Sie dashier lesen und ein talentierter Fußballspieler mit Talent, Ambitionen, Ehrgeiz, Teamgeist sein, mit steiler Alten, mit Identifikationswillen und die Idee nicht total lächerlich finden, länger als zwei Jahre bei unserem Verein zu bleiben, selbst wenn Manchester City anruft und siebenfaches Gehalt bietet: Dann bewerben Sie sich doch bei Herrn Arnesen (arnesen@hsv.de).

Danke.

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HSV- FC Bayern 0:0

Tja, boah. Paolo hat bis zu seinem schülerhaften Abtritt eigentlich seine Sache ganz gut gemacht. Sonst noch was? In Reihe 15 in Block 28c sieht man nicht so viel von den Leuten aufm Platz. 40€ für eine einigermaßen passable Partie sind zu viel. Bayern hat keinen Spielwitz versprüht, und ich glaube der HSV hat’s nicht gemerkt. Oder so ähnlich. Ging nicht mehr, sag ich mal.

 

HSV-Bayern

HSV-Bayern

Tja, boah.

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HSV – 1.FC Nürnberg 1:1

HSV- FCN 1:1

Ach, endlich wieder Fuppes.

Beim ersten Heimspiel gegen Schlacke war ich noch im Urlaub, aber nun ging’s endlich wieder los. Ja, ok, war ein Scheißspiel, war mir aber egal. Die Jungs, die Farben, die Hoffnung, die Heiserkeit: Alles gleich wieder da.
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HSV – 96 0:0

Die Stimmung war so prächtig, der Beginn wie immer vielverheißend, und die Umsetzung wie so oft in letzter Zeit ernüchternd. 96 war so schlecht, so desinteressiert am Fußball (jaja, Abstiegskampf, ich weiß), dass es eine Schande war. Und dann auch noch eine halbe Stunde gegen zehn von denen. Ja, nun. 70% Ballbesitz helfen auch nicht, wenn 90 Minuten lang keiner von den Ballführenden eine gute Idee hat. Da schämt man sich schon ein bißchen (wenn man gerade wieder aufgewacht ist).

Ein kleiner Lichtblick: Mit dem später unrümlich einschreitenden Guerrero kam ganz klar Spielklasse zurück auf den Platz, die ich sehr vermisst habe.
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  • merry christmas Samstag, 24. Dezember 2016
    the festive season of the year has come and once again we are updating you with some headlines from the past months. what has happened in the meantime? august: while summer was still strong and the heat was blazing – what better way is there than to celebrate summer with a convertible? lukas old love […]
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