Etsy: Alle schönen Dinge der Welt

Vor ein paar Wochen stieß ich auf Etsy. Seither muss ich jeden Tag dort gucken und jeden zweiten Tag etwas kaufen, und musste mir bis zum Weihnachtsfest wirklich jede Stunde auf die Lippen beißen, um das Geheimnis meiner Inspiration für mich zu behalten.

Es gibt dort alle schönen Dinge der Welt. Tausend Sachen, die so schön sind, dass ich mich alleine daran erfreuen kann, sie zu betrachten. Dinge aus der ganzen Welt, die ich sofort besitzen möchte. Dinge, die nur eins gemeinsam haben: Sie sind handgemacht. Ach und noch eins: Bezahlbar. HolyShitShopping in günstig und unendlich, wenn man so will.

Seit zwei Jahren gibt es auch ein Deutsches Etsy: Dawanda, aber das ist -so gut es auch ist- nur eine 3 im Verleich zum Original.

Ich werde in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten keine Geschenkschwierigkeiten mehr bekommen. Danke, Etsy.

P.S. Bei 3sat schon im Februar. Damn.

—————-
Now playing: Gui Boratto – Beautiful Life
via FoxyTunes

Holy Shit Shopping in Altona

Seit dem ersten Advent befinden wir uns ja auf der Einbahnstraße in Richtung Weihnachten, und so begaben wir uns heute zum Holy Shit Shopping (doofer Name: Genau eine Zehntelsekunde lang lustig) nach Altona – ins wunderschöne alte Karstadt-Gebäude auf der Neuen Großen Bergstraße.

Ich fand’s super. Wenn man in den letzten sieben Jahren ein Mal bei Place oder in der Marktstraße war oder wenigstens mal in Berlin (die meißten Anbieter kommen wohl aus Berlin, da kommt’s Konzept ja auch her, dicht gefolgt von Lokalpatrioten), dann haben schon viele Dinge einen hohen Wiedererkennungswert, aber es gibt so viel, so viel, dass auch sehr viel überraschendes und sehr viel schönes dabei ist: Klamotten, Fotoalben, Kalender, Garderobenhaken, Schmuck, Taschen, Lampenschirme, Kuscheltiere, Kunstdrucke, kunstvolle Fotos, kunstvolle Lesezeichen, natürlich allenthalben Street Art und streetartiges, viel Tand und viel Zeugs, und garantiert für jeden, den man kennt, ein 1a Geschenk. Hätte man unbegrenzt Geld bei sich, versteht sich.

Holy Shit Shopping in Hamburg

Holy Shit Shopping in Hamburg

Ich fand außerdem die Atmosphäre gut: Nicht zu voll, nicht zu leer, genug Platz für Kinderwagen, Musik genau in der richtigen Lautstärke, die vermittelt, dass die Musik dazu gehört und nicht nur vor sich hinplätschert, eine Ecke zum Ausruhen und eine kleine Theke mit Speis und Trank.

Gekauft wurde ein schönes, kariertes Fotoalbum, ein individuell geschneiderter Lampenschirm, hübsches Geschenkpapier, ein Schnackeditzelchen in hellblau, eins in grün und eins mit rosa Schleifchen.

Nächstes Jahr wieder.

Let the bells ring

Vom Michel, ist aber auch andauernd was los in der Planke, klingen bald neue alte Glocken: Heute morgen wurde begonnen, das überarbeitete Riesengeläut hochzuschaffen: Die Jahrtausendglocke und die Gemeindeältestenglocke:

Jahrhundertglocke vom Michel

Jahrhundertglocke vom Michel

Schätze, die Tanne gestern war ein Kinderspiel dagegen.

Also alles bereitet für eine besinnliche Adventszeit hier in der Neustadt (auch wenn die Weihe der Glocken erst am 4. Advent von statten geht.), hach wie schön.

—————-
Now playing: Nick Cave – Let The Bells Ring
via FoxyTunes

Passend gemacht

…wurde die große Cheftanne, die heute früh in den Michel gewuchtet wurde:

Große Kirche, großer Weihnachtsbaum

Große Kirche, großer Weihnachtsbaum

Hut ab, viel Platz war da nicht.

Zöllnerstraße in Bahrenfeld

Hidden treasures revealed. Heute: Die Zöllnerstraße in Bahrenfeld. Liegt im großen Zusammenhang betrachtet echt doof: Gerade hinterm schönen Teil der Friedensallee, in Sichtweite der hässlichen Hochhäuser in der Sibeliusstraße und im Schatten des urbanen Fremdkörpers von Euler Hermes Turm, gerade zu weit weg von den Kneipen Ottensens und zu nah an der A7.

Und wenn man dann doch einmal aus Versehen in sie hineinlugt, was man auf diesen Bilder nachholen kann, dann lässt sie trotzdem irgendwie keine Wünsche übrig:

Zöllnerstraße

Eine Häuserzeile mit Britischem Anmut

Villen aus der Jahrhundertwende auf der anderen Seite

Villen aus der Jahrhundertwende gegenüber

Und der Bäcker und die S-Bahn direkt vor der Tür

Und der Bäcker und die S-Bahn direkt vor der Tür

Und ich denke: Gut, dass es solche Überraschungen gibt. Ich gehe jetzt öfter mal schauen, ob dort jemand ausziehen will. Dann kaufen wir uns so ein Prachtstück, ziehen zu zehnt ein und freuen uns, dass wir die S-Bahn genau vor der Tür haben, den Bäcker auch, einen Naturkostsupermarkt sowieso, und dass es gar nicht weit ist zu den Kneipen Ottensens, und man auch total schnell auf der Autobahn ist und man dem Taxifahrer immer ganz genau erklären muss, wo man hin will.

HSV – Ajax 0:1

Ich gehe ja nun zu jedem Heimspiel und kann berichten, dass es schonmal nicht an den HSV- Fans lag, dass wir beinah zerquetscht wurden beim Versuch, das Stadion halbwegs rechtzeitig zu betreten, was leider nicht möglich war, weil sich die Polizei ganz spontan überlegt hatte, doch möglichst viel und rigoros abzusperren, lange Rede… Ganz toll gemacht, danke nochmal (und ich hasse wirklich diese „Da kann ich nichts machen“- Mentalität, die so sehr um sich greift, dass ich bald das Gefühl bekomme, dass niemand mehr irgendwas machen kann gegen irgendwas außer ein paar finstren Bibabutzemännern, die um ihren Kamin herumtanzen und feizen und sich freuen, wenn sie mal wieder etwas Böses beschlossen haben, gegen dass dann keiner ihrer Ausführenden Helfer da draußen „was machen“ kann, auch wenn einer stirbt dabei).

Zugegeben, die Fans von Ajax sahen schon maximal mies aus: Im ganzen proppenvoll besetzten Block konnte ich höchstens zwanzig Trikots ausmachen, der Rest der Meute war in schwarz gekleidet. Sympathisch.

Das Spiel ging dann so vor sich hin und her und, es passierte nicht so richtig viel, zumindest so lange bis das Paölchen sich vor lauter Narrenfreiheit nicht entscheiden konnte, wohin mit dem Leder und es entschlossen an die Latte setzte (der Klassiker), und dann noch mal bis, tja, bis Jaro einen schlechten Moment hatte und Leonardo mustergültig freispielte, der dann Pfostenpinpong spielte und kurz vorm elegant herbeistolpernden Mondkalb einlochte. Dreck.

Bildunterschriften für Blinde

Richtig, die sind wenig sinnvoll. Trotzdem findet man immer wieder Bildunterschriften, die exakt die Information weitergeben, die man auch ohne sie schon vernommen hätte – mit der Betrachtung des Bildes.

Beispiel gefällig?

Swatze Mann

Swatze Mann

Was sehen wir hier? Einen nicht ganz weißen Mann mit einem strahlend weißen Hemd, einer Krawatte, einer Sonnenbrille, kurzen Haaren, und einem großen Ohr, der seinen Finger auf die Kamera richtet. Richtig? Und deswegen brauchen wir auch keine Bildunterschrift, die folgendes verrät:

King of Cool

Oder etwa doch? Puh, ehrlich.

Frohstoff in der Wexstraße

Good old Wexstraße mausert sich ja nun schon länger, und jetzt ist vor ein paar Tagen oder Wochen in die alte Wildschlachterei der Laden Frohstoff eingezogen, dessen Artikel – alles mögliche aus Stoff bedruckt mit Pflanzen, Hamburgensien und anderem Zeug – man schon länger im Laden in der Bellealliancestraße und im Place schräg gegenüber kaufen konnte.

Frohstoff, Wexstraße

Frohstoff, Wexstraße

Ich gebe zu, nicht so total begeistert vom Angebot zu sein, denn es ist zum einen schon recht wenig abwechslungsreich, und zum anderen kann ich persönlich auch einfach keine Fernsehtürme, Hafendocks und Astrapullen mehr auf irgendwas gedruckt sehen. Aber vielleicht müssen sie das ja auch machen, um erstmal einen Grundstock sicher zu verkaufen.

Wie dem auch sei, ich wünsche den Menschen von Frohstoff allen erdenklichen Erfolg, denn sie haben etwas ganz wundervolles geschafft: Keine einzige der fabelhaft schönen Kacheln des Vorgängerladens abzuschlagen und irgendwie ihren Laden in das vermutlich unmöglich wiederverwendbare schöne Interieur des verstorbenen Schlachters zu basteln – das war sicher überhaupnicht leicht und gebührt meiner ganzen Anerkennung und Dank.

HSV – Werder 2:1

Als der Olic geschossen hatte, fragte ich mich genau den Bruchteil einer Sekunde, der dafür sorgt, dass man sich an die Situation auch hinterher immer erinnern kann, länger, wo eigentlich der Ball geblieben ist.

Choreo Nordtribühne

Choreo Nordtribühne

Am Tor vorbei war er nicht, der Wiese hatte ihn auch nicht. Und wieso jubelten auf einmal alle wie die Verrückten?

Gegen Werder ist schon schön, zu gewinnen.

Hotel, Hafen, Hamburg

Alleine schon der Aussicht wegen sollte man immer mal wieder in das Hotel Hafen Hamburg.

Landungsbrücken

Landungsbrücken

Bei gutem Wetter ein Riesenknaller. Jetzt braucht man nur noch irgendeinen Anlass, verdammt.

Nächste Seite »


a

Meine flickr Fotos

081019028

081019016

081029012

081026034

More Photos