And I need you more than want you.
Und ich wusste nie, dass es das gibt. Danke fürs Ausgraben, Byte FM, danke Glen Campbell, danke Oliver Stangl, danke Radio.
Hamburg – Neustadt * Anderswo
And I need you more than want you.
Und ich wusste nie, dass es das gibt. Danke fürs Ausgraben, Byte FM, danke Glen Campbell, danke Oliver Stangl, danke Radio.
Geht gut los soweit, das sportliche Jahr.
Nachdem hier in der Mopo und der Bild alle die Winterpause mit „Wir starten eine kleine Serie“- und „Unser Ziel muss immer der Internationale Wettbewerb sein“- Interviews gefüllt haben, auch wenn man zu sich selbst sagte „Platz 13 ist doch ok, vor 96 wäre toll“ wurden wir alle heute auf den Boden der Tatsachen geholt.
Mit Guerrero erzielte der einzige HSVer den EhrenNaunsdochegal-Treffer, der nicht allen Dortmundern komplett unterlegen war. Läufersich, spielerisch, zielstreberisch, teckdentisch. Wahnsinn, was für ein Unterschied.
Verlor der HSV irgendwo den Ball, surrten Lewandowski, Kagawa, Schmelzer und Großkreutz aus als gäbs kein Morgen. Und der HSV verlor oft den Ball und konnte sich beim Gegner (und vielleicht noch bei Westermann) bedanken, dass es nicht viel schlimmer ausging. Wann immer der HSV den Ball hatte, und den hatte er oft, war er ratlos. Bloß weg vom Gegner mit der Pille, keine Ahnung, was wir selbst damit anstellen sollen, aber bloß weg vom Geg- ach Mist, jetzt ham die ihn schon wieder geklaut.
Das war nicht schön, und das fünfte Tor war besonders bitter. Immerhin wurde kein Dortmunder überheblich. Denen kann man einfach nur gratulieren zu so viel Talent, Spielwitz und Engagement (und Götze war noch nicht mal dabei). Kann nur besser werden, und muss es auch.
Tollste Neuigkeit in Hamburg überhaupt: quaeng – endlich schreibt jemand über Hamburg. Informativ. Lustig. Schön.
Tollste Fernsehmomente: The Voice, kein Zweifel. Und sonst? Ich, tja, muss mich wiederholen: Unter Verdacht bleibt spitze. Und dann noch dieser Moment bei Cover my song mit Katja Ebstein und Joka. Keine Ahnung, wieso mich das rührt, tut es aber.
Tollste Lieder:
Das Überlied, ich weiß es ganz genau: Lord knows best – Dirty Beaches
Das schönste Lied, und ich weiß nicht recht wieso: Forever young – Joakim
Das GuteLaunetanzbär- Lied das Jahres: Lass den Vogel frei – Sirius Mo
Das Gutdasserwiederdaist- Lied des Jahres: Be the One – Moby
Das eigentlich wirklich geilste Lied meines Jahres, das aber das ältere Lied ist, das ich zum Glück endlich entdeckt habe: Nokturn – Freiwillige Selbstkontrolle
Tollstes mediales Gesamtetwas: Die große und großartige Minisite zum Album von Moby, ganze Nächte kann man dort verbringen…
Tollster Moment: „Es ist ein Mädchen. Sie ist kerngesund“.
Ey, kneif mich mal einer. Was ist denn bei The Voice of Germany los?
So viel Qualität, so viel Humanität, so viel Unterhaltung. Ich bin nach der aktuellen Sendung mit den ersten „Battles“ selbst völlig fertig. Fast noch toller als die Auftritte ist die Tatsache, wie ehrlich die Juroren beeindruckt und überascht und überwältigt sind – genau wie wir. Sie sagen schon die ganze Zeit das, was man denkt zu den Kandidaten, und jetzt werden sie auch noch anfassbar:
Selbst Xavier steigt von seinem Ross und geht in die Knie. Und selbst Nena und Boss Hoss werden sympathisch wenn man sieht, dass sie Schiss haben vor den Leuten da auf der Bühne, weil sie wissen, dass die besser sind.
Wenn die das nicht total verkacken (was ich nicht glaube), wird das mein TV-Ereignis des Jahres, und am Ende kommt sogar endlich mal jemand bei raus, der einfach so derbe was auf dem Kasten hat, dass aus ihr/ ihm mal wirklich einfach nur was werden muss. Ist ja jetzt schon um fast jeden schade.
Wahnsinn. Morgen mehr, zum Glück.
ps: einzige Störfaktoren: Das Design der Show ist von denselben Leuten, die auch die Mediamarkt-Prollwerbung machen, oder? Und der Ansager soll mal Englisch lernen. Aber das ist auch sowas von egal, denn so viel gutes war selten.
Was ich übrigens nicht mehr hören und lesen möchte ist:
Aber einsam und allein, ganz allein, total einsam ganz oben auf der Liste von Dingen, die ich nicht mehr hören möchte steht…
„Alles gut?“ (Nee, jetzt nicht mehr)
…und der Preis für die schönste Weihnachtsdekoration in der Neustadt geht:
Wieder an Richard! Er kann es einfach.
Meint ihr nicht auch? Frohstoff ein paar Meter weiter haben es dieses Jahr auch sehr gut gemacht mit ihrem samtenen Vorhang und den ganzen Sternchen, aber noch reicht es nicht, um dem undisputed Meister of Schaufensterdeko das Wasser zu reichen.
Heute habe ich nichts zu dem Spiel zu schreiben, außer: Ich war da.
Alles andere, was es zu sagen gäbe, steht auf Matz ab. Wirklich alles, ich bin ganz irritiert. Es ist, als hätten wir uns schon während des Spiels ausgetauscht und festgelegt. Und schon vor dem Spiel getroffen und nach dem Spiel kurz abgestimmt, was zu schreiben ist. Wirklich irritierend, wie persönlich treffend die Spielanalyse von unser Dieter.
Insofern: fertig.
Wie lange ich hinterher bin mit Musik, Kino und Büchern, war schon mehrfach Thema, wie egal es ist, betone ich gern.
Umso lieber auch, wenn ich gerade eben beim Wäschefalten das erste Mal The Long Goodbye des letztjährigen Albums Dinero Severo von Norfolk and Western gehört haben. Was für ein großartiges Lied. Gleich rauf in die Top 10 des Jahres, die schon länger nichts mehr mit dem Erscheinungsdatum zu tun haben, sondern nur noch mit dem Erweckungsdatum. Oder wie mein Player sagt „Hinzugefügt am“.
Thanks for all the letters that dad had sent you… I read one every night in bed… Was that all you heard from him or are you hiding his long goodbye? I’m strong enough now to know!
Wie wundervoll! Wo hast du all die Jahre den Verzerrer versteckt? Wieso hört das Lied einfach auf, es muss doch weitergehen.